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Die Lage hat sich entspannt – Jahrzehntehochwasser im Rhein

Südostschweiz
17.06.16 - 17:57 Uhr
Blaulicht

Das Wichtigste in Kürze

  • Am späten Donnerstagabend setzte in der Südostschweiz teils starke Niederschläge ein.
  • Es schüttete zwischen 30 und 95 Liter pro Quadratmeter, ab 1300 Meter schneite es.
  • In Hinterrhein gab es innnert 48 Stunden 166,7 Millimeter Wasser.
  • Der Rhein führte Hochwasser, wie nur alle 10 bis 30 Jahre.
  • Im Verlaufe des Freitags entspannte sich die Lage.
  • Im Grossen und Ganzen blieb das Unwetter ohne grössere Folgen.
  • Auch in den kommenden Tagen sind Schauer und Gewitter möglich.

Die «Südostschweiz» mit ihren Ausgaben Graubünden, Glarus sowie Gaster & See berichten in ihren Samstagsausgaben ausführlich über das Unwetter und die Aufräumarbeiten in den einzelnen Regionen.


16.20 Uhr

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Die Wege entlang der Linth waren vom Donnerstagabend bis am Freitagmittag gesperrt und sind inzwischen wieder freigegeben worden.

14.45 Uhr

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Bild Kantonspolizei St. Gallen

13.45 Uhr

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24 Stunden-Niederschlagssummen in der Hauptniederschlagsphase von Donnerstag bis Freitag von ausgewählten Stationen sowie deren klimatologische Auftretenshäufigkeit. Quelle MeteoSchweiz

12.20 Uhr

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Eine Rüfe eingangs von Vrin. Bild Heino Caminada

 

11.15 Uhr

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In Reichenau drang das Wasser in ein Gebäude ein. Bild Theo Gstöhl.

 

11.05 Uhr

Unser Redaktor in Davos verliert wenigstens nicht den Humor ;)

10.50 Uhr

Hochwasser-Abschrankung Mühlefuhr in Ennenda aufgehoben

Die Sicherheitsabsperrung wird wieder deinstalliert. Ob der Weg für Fussgänger und Velofahrer freigegeben wird, häng von der Lagebeurteilung beim Pfadiheim und vom dortigen Pegelstand der Linth ab.

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Die Feuerwehr «kämpft» sich Schritt für Schritt vor. Bild Werner Beerli-Kaufmann

10.30 Uhr

Der Hafen in Weesen reicht bis zur Promenade und eine Ruhebank steht dadurch im Wasser.

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Bild Daniel Fischli

10.15 Uhr

Das Bundesamt für Umwelt warnt mit Stufe 3 (von 5): Hochwassergefahr für den Rhein oberhalb der Mündung Landquart von Freitag, 7 Uhr, bis Montag, 12 Uhr.

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Die Gefahrenkarte auf www.naturgefahren.ch

10 Uhr

Was würdet ihr tun, wenn euer Dorf von der Umwelt abgeschnitten ist? Simona Casaulta aus Vals telefoniert mit RSO-Moderatorin Nathalie Bagnoud.

 

9.50 Uhr

Auch in St. Gallen war die Feuerwehr im Einsatz! Diverse Keller seien überflutet worden und vereinzelt habe es auch Hangrutsche gegeben. Vor allem das St. Galler Oberland und das Rheintal sind gemäss der Kantonspolizei St. Gallen davon betroffen gewesen.

8.37 Uhr

Die Kantonspolizei Glarus hat soeben informiert:

  • Keine verletzten oder vermissten Personen
  • Einzelne Einsätze in Glarus Süd
  • Strassen sind wieder normal befahrbar

Im Linthal war jedoch der Berg wieder in Bewegung, wie Südostschweiz-Leserreporter Dominic Hartmann auf Video festgehalten hat!

 

8.30 Uhr

Dem Rhein geht das Wasser nicht so schnell aus!

 

 

 

8.02 Uhr

Und hier soll am Sonntag die Tour de Suisse durchkommen? Das Flüela Hospiz sieht so gar nicht nach Sommer aus!

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Bild Südostschweiz-Leserreporter Curdin Frei

7.54 Uhr

RhB mit Update zum Schienenverkehr. Unterbrochen ist derzeit:

  • Davos Glaris - Davos Monstein
  • Schiers-Fideris

Es verkehren jedoch Bahnersatzbusse. Wie lange der Unterbruch dauert ist noch nicht klar.

7.48 Uhr

Heute Morgen bei Felsberg! Südostschweiz-Leserreporter Erwin Zingg trifft auf einen ziemlich gefüllten Rhein!

7.14 Uhr

«Wir sind mit einem 'Blauen Auge' davon gekommen», erklärte Christian Wilhelm vom Amt für Naturgefahren soeben im Live-Interview mit Radio Südostschweiz. Es habe diverse Erdrutsche gegeben, aber von Verletzten wisse er nichts.

7.09 Uhr

Der anhaltende Regen macht auch den Organisatoren des 38. Quellrock Open Air in der Burgruine Freudenberg in Bad Ragaz Mühe. Gemäss einer Mitteilung weicht der Regen den Boden auf und erschwert die Zufahrt mit schweren Baumaschinen. Am Dienstag mussten die Arbeiten deshalb gar für einen Tag eingestellt werden.

Bis zum Start des Festivals dauert es allerdings noch rund eine Woche und das OK ist guten Mutes.

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Schwere Baumaschinen sind derzeit keine gute Idee für die Arbeiten. Pressebild

6.36 Uhr

Auch die Rhätische Bahn hat das Unwetter erwischt. Gemäss Mediensprecherin Yvonne Dünser ist die Strecke Davos-Filisur wegen einer Rüfe bis auf Weiteres gesperrt. Es verkehren jedoch Ersatzbusse.

6.25 Uhr

In den Südtälern und in der Surselva habe es sehr viel Regen geben, wie ein Experte von Meteotest RSO-Moderatorin Sina Margadant erklärt. Aber auch in Nordbünden und im Glarnderland sei die Niederschlagsmenge beträchtlich gewesen. Das gebe es nicht alle Jahre!

 

6.03 Uhr

In Bonaduz, Churwalden und Castrisch hat es Hochwasser - und im Prättigau musste gemäss Anita Senti von der Kantonspolizei Graubünden die Feuerwehr ausrücken!

 

5.58 Uhr

Nebst Strassensperrungen sind mehrere Strassenabschnitte bzw. Pässe auch schneebedeckt!

  • Julierstrasse (Mulegns-Silvaplana)
  • Albulastrasse (Preda-La Punt)
  • Landwasserstrasse (Wiesen-Davos)
  • Anschluss Vereina-Davos (Anhängerverbot für Lastwagen/ausgenommen 4x4)

Auch im Kanton Glarus sind einige Strassen schneebedeckt. Meldungen über Verletzte gibt es derzeit glücklicherweise nicht.

5 Uhr

Gemäss strassen.gr.ch sind mehrere Strassen im Kanton wegen eines Erdrutsches oder aus Sicherheitsgründen gesperrt.

  • Flüelastrasse (Tschuggen-Susch) geschlossen wegen Steinschlag
  • Lenz (Innerorts) gesperrt aus Sicherheitsgründen
  • Valserstrasse (Ilanz-Uors) wegen Erdrutsch gesperrt
  • Lugnezerstrasse (Ilanz-Vrin) ebenfalls wegen Erdrutsch gesperrt

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Quelle: strassen.gr.ch Stand 5 Uhr

21.20 Uhr

Heute war es nicht nur «schlecht»

19.56 Uhr

Unschön bei den Kollegen in Deutschland!

19.45 Uhr

Wir wollen den Teufel jetzt nicht an die Wand malen, aber das ist nicht schlecht zu wissen!

19.11 Uhr

Wenigstens gibt es auch noch Leute mit Humor!

18.40 Uhr

Der Experte gibt Auskunft!

Der Kanton hat vor drei Jahren Unwetterspezialisten ausgebildet, um bei Naturereignissen schneller reagieren zu können. Auf ihre Erfahrung zählen jetzt die Gemeinden. Mattias Cadruvi ist Revierförster von Trun und einer von 50 Naturgefahrenberater im Kanton. Am Donnerstagnachmittag herrscht noch Phase 1 in Trun, erklärt der 57-Jährige.

Das heisst, er müsse vor allem beobachten und erste Vorkehrungen treffen. So hatte Cadruvi präventiv bereits einen Bauunternehmer kontaktiert für den Fall, dass ein Bagger bei einem Bach in Position gebracht werden müsste. Grund zu grösserer Besorgnis hat Cadruvi aber nicht. Die Regenfälle bisher waren nicht besonders heftig und die Wasserstände noch nicht so hoch, dass unmittelbar Handlungsbedarf bestand. Bei seinen Einschätzungen stützt sich Cadruvi auf Erfahrungswerte aus früheren Unwettern, bei denen es zu Schäden kam.

«Derzeit ist kein Schwellenwert übertreten», sagte Cadruvi. In den letzten drei Jahren wurden rund 50 dieser Naturgefahrenspezialisten ausgebildet, 100 sollen es am Ende werden. Ihre primäre Aufgabe ist es, die Situation vor Ort laufend zu beobachten und bei Unwettern rechtzeitig zu warnen, damit Schäden durch gezielte Interventionen verhindert werden können.

18.30 Uhr

Am Donnerstag hatten Gerüchte die Runde gemacht, dass man in Glarus nicht rausgehen soll. Diese Gerüchte stimmten aber nicht.

Bis Freitag (8 Uhr) muss insbesondere in den alpenkammnahen Gebieten von der Gotthardregion über die Surselva bis ins Hinterrheingebiet mit anhaltenden und intensiven Niederschlägen bei Gesamtmengen von 80 bis 120 Millimeter gerechnet werden.

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Unwetterkarte meteoschweiz.ch Stand 18.30 Uhr

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