×

Die Verkehrsinfrastruktur der Schweiz

Die Südostschweiz bezeichnet den östlichen Teil des Landes. Der Regionsbegriff umfasst die Kantone Graubünden und Glarus. Auch Teile des Kantons St. Gallen werden der Südostschweiz zugerechnet. Bekannt sind die drei Kantone weit über die Grenzen der Schweiz hinaus, wie sie aber verkehrstechnisch strukturiert sind – das verrät dieser Beitrag.

Der Kanton Graubünden

Graubünden liegt malerisch im Alpengebiet. Neben Deutsch und Rätoromanisch wird im Kanton Graubünden auch Italienisch gesprochen. Der größte Ort im Kanton ist die Stadt Chur. Der Kanton Graubünden ist in gewisser Weise der Kanton der Superlative, denn Graubünden ist der größte Kanton im Land (flächenmäßig betrachtet), im Gegensatz dazu aber der am dünnsten besiedelte Kanton. Wer nach Graubünden reist, tut dies

  • über die Autobahn A13,
  • über die Pässe San Bernardino und Julierpass,
  • mit der Schweizerischen Bundesband, die bis Chur führt,
  • oder mit der Rhätischen Bahn bis in die wichtigsten Tourismusorte.
Abbildung 1: Die Rhätische Bahn führt die Touristen an die beliebten Orte im Kanton Graubünden.
Abbildung 1: Die Rhätische Bahn führt die Touristen an die beliebten Orte im Kanton Graubünden.

Der Kanton Glarus

Glarus ist im Vergleich dazu ein deutlich kleinerer Kanton mit etwa 685 Quadratkilometern Fläche und 40.141 Einwohner. Das macht eine Bevölkerungsdichte von 59 Einwohnern pro Quadratkilometer im Kanton Glarus. Zum Vergleich: Graubünden zählte im Vergleichszeitraum 197.529 Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von 28 Einwohnern pro Quadratkilometer.  Eines eint die beiden Kantone: Sie liegen weit unter der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte in der Schweiz. Diese liegt bei 204 Einwohnern pro Quadratmeter. Wer nach Glarus reist, tut dies

  • mit der Eisenbahnlinie Rapperswil – Schwanden,
  • mit der Eisenbahnlinie Zürich – Linthal,
  • mit der S25 von Zürich nach Glarus binnen einer Stunde, 
  • mit der Schweizerischen Bundesbahn,
  • mit dem Postautodienst
  • oder dem Autobetrieb Sernftal.
Abbildung 2: Glarus ist über die S-Bahn mit der Stadt Zürich verbunden. Die Fahrt dorthin dauert in etwa eine Stunde.
Abbildung 2: Glarus ist über die S-Bahn mit der Stadt Zürich verbunden. Die Fahrt dorthin dauert in etwa eine Stunde.

Der Kanton St. Gallen 
Nicht alle Teile des Kantons St. Gallen werden der Südostschweiz zugerechnet. Der Kanton St. Gallen hat eine Bevölkerungsdichte, die über dem Landesdurchschnitt liegt. Auf 2026 Quadratkilometern leben 502.476 Einwohner. Daraus lässt sich eine Einwohnerdichte von 248 Einwohnern ableiten. See-Gaster, Walensee, Werdenberg und Sarganserland sind die Teile des Kantons, die der Südostschweiz zugerechnet werden. Wer nach St. Gallen reist, tut dies

  • mit der Eisenbahn,
  • mit dem Bus
  • und mit der S-Bahn

Zahlreiche Fernverkehrslinien bringen Besucher und Einwohner in den Kanton und aus dem Kanton heraus. Hinzu kommt die stattliche Anzahl von elf Busbetrieben, die in St. Gallen jeweils ein eigenes Liniennetz betreiben. Eine besonders beliebte Route führt via Voralpen-Express und Centovalli-Bahn von St. Gallen nach Montreux
Mit dem Flugzeug in die Schweiz?

Wer mit dem Flugzeug in die Schweiz reist, der kennt zunächst einmal die drei großen Landesflughäfen:

  • Der Flughafen Basel-Mühlhausen befindet sich im Norden des Landes.
  • Der Flughafen Genf befindet sich im äußersten Südwesten des Landes.
  • Der Flughafen Zürich befindet sich ebenfalls im Norden des Landes. Dieser Flughafen ist der nächstliegende zur Südostschweiz. 

Wer die Option hat, via Privatjet zu reisen, der kann auch einen der Regionalflughäfen ansteuern. Dafür muss man übrigens nicht zwangsläufig jemanden mit Jet kennen, es gibt auch die Möglichkeit einen Jet zu chartern. Das geht dank Webanbieter wie JetApp recht einfach und schnell, wenn natürlich die Kosten etwas höher sind. Dafür kommt der Reisende genau dort an, wo er möchte: Der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein liegt im Kanton St. Gallen. Der Flughafen Engadin befindet sich im Kanton Graubünden. Wer sich den durchaus (noch) ungewöhnlichen Luxus eines Privatjets leisten will, der profitiert von einer Reihe von Vorteilen. Der Flugplan kann persönlich bestimmt werden. Der Fluggast ist unabhängig von Standardrouten und festen Flugzeiten. Die Abflugsorte können möglichst wohnortnah gewählt werden. Auch Ziele, die kommerzielle Fluganbieter nicht im Angebot haben, sind mit dem Privatjet nun erreichbar.

Abbildung 3: Der Flughafen von Engadin liegt im Kanton Graubünden und damit deutlich näher als der Flughafen von Zürich.
Abbildung 3: Der Flughafen von Engadin liegt im Kanton Graubünden und damit deutlich näher als der Flughafen von Zürich.

Weitere Regionalflughäfen mit Blick auf die Gesamtschweiz sind diese

  • Flughafen BernBelp, Kanton: Bern
  • Flughafen Birrfeld, Kanton: Aargau
  • Flugplatz Bressaucourt, Kanton: Jura
  • Flugplatz Ecuvillens, Kanton: Freiburg
  • Flugplatz Grenchen, Kanton: Solothurn
  • Flugplatz Les Eplatures, Kanton: Neuenburg
  • Flugplatz LausanneBlécherette, Kanton: Waadt
  • Flughafen LuganoAgno, Kanton: Tessin
  • Flughafen Sitten, Kanton: Wallis

Zum Reiseverhalten der Schweizer: Urlaube und Tagestrips sind Pflicht

Dass die Schweizer allesamt gerne reisen, zeigt diese Statistik. Das Bundesamt für Statistik meldete für das Jahr 2016: Einmal jährlich wird mindestens verreist. Die Deutschschweizer toppten dieses Ergebnis. Sie verreisen dreimal im Jahr. Diejenigen, die in der italienischen Schweiz leben, verreisen gerade einmal 2,6 Mal im Jahr. Wo es hingeht? Frankreich hat im Jahr 2016 in der Gunst der Schweizer als Urlaubsland verloren. Stattdessen holten Portugal und Spanien deutlich auf und avancierten im Jahr 2016 ganz oben auf der Hitliste der Reiseziele.

Hinzu kommt eine ganze Reihe an Tagestrips. 10,2 Tagestrips sind für einen Schweizer Bürger der Statistik zufolge üblich. Auch bei den Tagestrips gibt es regionale Unterschiede im Land: Die Deutschschweizer unternahmen elf Tagestrips. Die Tessiner waren nicht einmal halb so oft on Tour. Meisten hatten die Tagestrips Ziele im eigenen Land.

Abbildung 1: pixabay.com © Maximilian (Creative Commons CC0)

Abbildung 2: pixabay.com © Andi_Graf (Creative Commons CC0)

Abbildung 3: pixabay.com © hpgruesen (Creative Commons CC0)