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Rekordsommer und Wintereinbussen

Dank Schweizer Gästen und einer umsichtigen Geschäftspolitik sind die Bergbahnen Scuol AG bisher gut durch die Coronakrise gekommen.

Fadrina
Hofmann
29.11.21 - 04:30 Uhr
Tourismus
Bereit für die Gäste: Die Bergbahnen Scuol hoffen auf eine bessere Saison.
Bereit für die Gäste: Die Bergbahnen Scuol hoffen auf eine bessere Saison.
Bild Archiv

Die Bergbahnen Scuol AG konnten im Geschäftsjahr 2020/21 trotz der widrigen Umstände eine ausgeglichene Jahresrechnung präsentieren. Verwaltungsratspräsident Andri Lansel führt dies vor allem auf die vorsichtige Abschreibungspolitik der letzten Jahre zurück. Ausserdem konnte ein grosser Anteil an neuen Schweizer Gästen verbucht werden. Vor allem die Sommersaison 2020 war sehr erfolgreich. «Mit deutlich über 71 000 Ersteintritten und sehr erfreulichen Zahlen in allen Betriebsbereichen konnte der Sommer am 1. November, trotz – oder dank – der Pandemie, als stärkster Sommer der Bergbahngeschichte abgeschlossen werden», heisst es im kürzlich veröffentlichten Jahresbericht.

Weniger erfolgreich war hingegen die Wintersaison 2020/21. Trotz sehr guter Schneesportbedingungen während der ganzen Wintersaison haben geschlossene Restaurants, Maskenpflicht und Respekt vor grossen Menschenmengen zu weniger Ersteintritten geführt, wie es weiter heisst. Die Umsatzeinbussen des Wintergeschäftes betragen beim Bahnbetrieb und bei der Gastronomie je ungefähr 1,5 Millionen Franken.

Zuversichtlich in den Winter

Die Jahresrechnung für das Geschäftsjahr 2020/21 wurde von den Aktionären und Aktionärinnen kürzlich per schriftlicher Abstimmung genehmigt. Der Betriebsertrag betrug über zwölf Millionen Franken und der Gesamtaufwand 9,6 Millionen Franken.

Die bisherigen Verwaltungsräte Andri Lansel, Nicolà Sarott und Urs Ryffel wurden durch die Aktionäre und Aktionärinnen bestätigt, wie die Bergbahnen Scuol AG in einer Medienmitteilung schreibt. Seitens der politischen Gemeinde bleiben Gemeindepräsident Christian Fanzun und Andrea Matossi, seitens der Bürgergemeinde Anton à Porta weiterhin im Verwaltungsrat der Bahn vertreten.

Auch wenn ein erneuter Coronawinter bevorsteht, blickt die Bergbahnen Scuol AG der kommenden Saison mit Zuversicht entgegen. «Die Vorbereitungen für die Eröffnung am Samstag, 11. Dezember laufen auf Hochtouren und der Vorverkauf der Saison- und Jahrestickets entwickelt sich erfreulich», heisst es in der Medienmitteilung.

Fadrina Hofmann ist als Redaktorin für die Region Südbünden verantwortlich. Sie berichtet über alle gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen, die in diesem dreisprachigen Gebiet relevant sind. Sie hat Medien- und Kommunikationswissenschaften, Journalismus und Rätoromanisch an der Universität Fribourg studiert und lebt in Scuol im Unterengadin. Mehr Infos

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