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Brexit und Covid bringen britische Sprachschulen in Existenznot

Brexit und Covid bringen britische Sprachschulen in Existenznot

Durch den Brexit und die Covid-Pandemie sind etliche britische Sprachschulen in Existenznot geraten. Der Verband Tourism Alliance rechnet für dieses Jahr mit einem herben Umsatzeinbruch, der 40'000 Jobs gefährde, wie der «Observer» am Ostersonntag berichtete.

Agentur
sda
17.04.22 - 13:04 Uhr
Tourismus
Der britische Verband Tourism Alliance rechnet für dieses Jahr mit einem herben Umsatzeinbruch, der 40'000 Jobs gefährde, wie der "Observer" berichtet. (Archivbild)
Der britische Verband Tourism Alliance rechnet für dieses Jahr mit einem herben Umsatzeinbruch, der 40'000 Jobs gefährde, wie der "Observer" berichtet. (Archivbild)
KEYSTONE/AP/Raphael Satter

Vor dem Brexit waren laut dem Verband jährlich mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche über organisierte Schultrips oder individuelle Sprachreisen nach Grossbritannien gekommen, um Englisch zu lernen. Sie machten etwa elf Prozent der jährlichen Tourismuseinnahmen aus. Mittlerweile entscheiden sich viele Interessierte eher für Irland und Malta.

In Grossbritannien gelten mittlerweile zwar keine Corona-Einreiseregeln mehr, die lange hohe Hürden darstellten. Allerdings müssen nach dem Brexit nun alle EU-Bürgerinnen und EU-Bürger einen Reisepass vorweisen, Einreisende von ausserhalb der EU sogar ein entsprechendes Visum. Dies habe einen «zerstörerischen Einfluss auf eine grosse Zahl kleinerer Unternehmen», sagte Kurt Janson, Chef der Tourism Alliance, der Zeitung.

«Der Kollaps des Schulreisemarktes ist unnötig, denn Schulkinder stellen kein Sicherheitsrisiko dar», sagte Janson weiter. Sie würden nicht anfangen, schwarz zu arbeiten, und ihre Eltern seien darauf bedacht, dass sie wieder nach Hause kämen. Die britische Regierung müsse daher gemeinsam mit der Branche «pragmatische Lösungen» finden.

Der Verband English UK, in dem viele Sprachschulen organisiert sind, gibt an, dass 15 Prozent der eigenen Mitglieder dauerhaft ihren Betrieb geschlossen hätten. «Dann gibt es noch weitere 15 Prozent, die sich nicht sicher sind, ob sie das Jahr überleben», sagte Verbandsdirektor Huan Japes. «Wir könnten also 30 Prozent verlieren.»

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