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Ökologischer Golfplatz

Ökologischer Golfplatz

Die Golfanlage in Klosters wurde im Jahr 2010 als zweiter Platz in der Schweiz mit dem GEO Label ökozertifiziert. Die Gemeindebehörden besichtigten den Platz kürzlich.

Klosterser
Zeitung
02.09.21 - 10:00 Uhr
Tourismus

Rundherum spriessen Bergblumen, die Teiche bieten Lebensraum für Enten, Libellen, Frösche und Molche und auf den Moränenhügeln sonnen sich Eidechsen, manchmal auch eine Kreuzotter. In den alten Ställen finden unzählige Vogelarten Unterschlupf und ein Zuhause. Die Magerwiesen neben dem Golfplatz sind eine Augenweide. Der späte Heuschnitt bewirkt die Erhaltung einer farbenprächtigen Flora mit vielen seltenen und geschützten Arten. In diesen Blumenwiesen neben den Golfbahnen mit ihren mannigfaltigen Kleinstlebensräumen sieht man viele Schmetterlinge, Heuschrecken, seltene Bienen und andere Insekten.

Der Minimalismus wurde schon bei der Erstellung der Anlage umgesetzt, indem man auf aufwändige Abtragungen und Aufschüttungen verzichtete und die Spielbahnen an die bestehende Topographie der Landschaft anpasste. So konnte die alpine Landschaft ihre ursprünglichen glazialen Formen behalten. Diese Umstände bilden die Basis für das Ziel, die Auszeichnung der «Golf Enviroment Organisation» GEO für eine naturnahe und ökologische Betriebsführung zu erhalten.

Bei der diesjährigen Erneuerung wurde zum einen geprüft, ob die bestehenden Vorgaben eingehalten wurden und zum anderen, ob ökologische Verbesserungen erarbeitet werden konnten. Dieser Ökostandard bezieht sich nicht nur auf den Golfplatz selbst, sondern auch z. Bsp. auf die Reduzierung des Stromverbrauchs, den sorgfältigen Umgang mit dem Wasserhaushalt und die Einhaltung der differenzierten Abfallbewirtschaftung.

Besuch der Gemeinde

Die Zertifizierung nahm Golf Klosters zum Anlass, die Vertreter der Gemeinde über die ökologische Nachhaltigkeit auf dem Golfplatz zu informieren. Der Hauptverantwortliche für die Umsetzung, Headgreenkeeper Johannes Vogt, erklärte den interessierten Zuhörern den wichtigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Bei einem Rundgang über die Golfanlage konnten die Teilnehmer interessante Details des Golfplatzes erfahren, auch über die Entstehung und den Unterhalt der Anlage. Während des Apéros im Golferstübli wurden noch einige offene Fragen von Johannes Vogt kompetent beantwortet.

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