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Gastronomen in Italien klagen über fehlende Mitarbeiter

Gastronomen in Italien klagen über fehlende Mitarbeiter

Mit den Corona-Lockerungen in Italien kommen wieder Gäste in Bars und Restaurants, aber offenbar gibt es nicht genug Personal. «Es fehlen etwa 150'000 Arbeitskräfte», hiess es in einer Mitteilung des italienischen Verbands für öffentliche Betriebe (Fipe).

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
Tourismus
Er gehört zu einer seltenen Spezies: Ein Mann, der im Stadtzentrum von Rom das Frühstück serviert. In Italien fehlen seit Ausbruch der Coronakrise die Fachkräfte im Service. (Symbolbild)
Er gehört zu einer seltenen Spezies: Ein Mann, der im Stadtzentrum von Rom das Frühstück serviert. In Italien fehlen seit Ausbruch der Coronakrise die Fachkräfte im Service. (Symbolbild)
KEYSTONE/EPA ANSA/FABIO FRUSTACI

Es fehlten vor allem Festangestellte, erklärte der Fipe-Vizechef Aldo Cursano der Zeitung «La Repubblica» (Mittwoch). In seinen Restaurants und einer Bar im toskanischen Florenz hätten acht Mitarbeiter im vergangenen Jahr gekündigt, so Cursano. Einer sei Maurer geworden, ein anderer sei ins Ausland gegangen. «Jetzt schaffe ich es nicht meine Lokale den ganzen Tag offen zu halten.»

Der Fipe-Mitteilung vom Montag zufolge wechselten viele Köche und Barkeeper die Jobs. Über Monate hinweg konnte die Gastronomie in Italien wegen Corona-Beschränkungen und Lockdowns nur sehr eingeschränkt arbeiten. Fipe forderte von der Politik, wieder für Vertrauen in die Jobs zu sorgen und zu signalisieren, dass der «Prozess der Wiederöffnung» unumkehrbar sei.

In Italien hatte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi zuletzt immer mehr Beschränkungen gelockert. Seit Anfang Mai ist die Aussengastronomie wieder offen. Seit Dienstag können Gäste auch wieder in den Innenräumen bedient werden. Vier Menschen dürfen an einem Tisch sitzen.

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