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Neuer Campingplatz soll in Amden das Wildcampen eindämmen

Seit diesem Monat hat das Arvenbüel in Amden einen Campingplatz. So soll das Wildcampen in geregelte Bahnen gelenkt werden und der Gemeinde Geld bringen. Vorerst handelt es sich um eine Testphase.

Südostschweiz
Mittwoch, 22. Juli 2020, 04:30 Uhr 30 Stellplätze und 20 Zeltplätze
Unternehmer Richi Bolt wandelt in Amden einen Teil des Parkplatzes in Arvenbüel in einen temporären Campingplatz um.
MARKUS TIMO RÜEGG

Der Ammler Bergführer und Unternehmer Richi Bolt ist selbst begeisterter Camper, wie er sagt. «Ich habe die letzten zwei, drei Jahre beobachtet, dass es viele Wildcamper hier gibt, vor allem während des Corona-Lockdown war das der Fall.» Das Problem habe sich verschärft und in der Gemeinde Amden sei bereits über ein Campingverbot diskutiert worden. «Ich bin aber ein Gegner von Verboten. Es braucht Lösungen, am besten solche, die Wertschöpfung generieren», so Bolt. Deshalb habe er bei der Gemeinde angefragt, ob er deren Parkplatz Leistkamm im Arvenbüel in einen Campingplatz umwandeln dürfe, da dieser bereits von Campern genutzt werde.

Bolt legte der Gemeinde ein Konzept für einen «Pop-up-Campingplatz» vor. Die Antwort war positiv. Der provisorische Campingplatz ist seit dem 17. Juli bis am 18. Oktober in Betrieb. Neben dem Parkplatz Leistkamm stellt die Gemeinde Teile einer Wiese und des nahen Entsorgungspark-Grundstücks zur Verfügung. Diese bieten Platz für 30 Wohnmobile sowie 20 Zelte.

Laut Bolt soll eine Übernachtung für zwei Erwachsene mit dem Wohnmobil insgesamt 32 Franken kosten. Dazu kommt die Kurtaxe von 2.40 Franken pro Person.

Der temporäre Campingplatz im Arvenbüel soll eine Art Test sein, bei dem Erfahrungen gesammelt werden. Auf deren Basis will der Ammler Gemeinderat dann entscheiden, ob er bei der anstehenden Überarbeitung der Ortsplanung auch ein Grundstück für einen festen Campingplatz einplant. (schi/red)

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