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Viele Unfälle über die Festtage

Die Bündner Skigebiete können auf fast perfekte Festtage zurückblicken. Alle Regionen konnten im Vergleich zu den vergangenen Wintern eine Zunahme an Gästen verzeichnen. Mehr Gäste auf den Pisten bedeutet meist auch mehr Arbeit für die Spitäler und die Rega.

Patrick
Kuoni
Samstag, 04. Januar 2020, 04:30 Uhr Die Rega im Dauereinsatz
Zahlreiche Einsätze: Die Rega hatte über die Festtage zu tun.
ARCHIV

Das Prachtswetter über die Festtage bekamen auch die Ärzte zu spüren.  «Die Zeit ab Weihnachten bis nach dem Neujahrstag ist für uns immer eine Zeit mit Massenandrang», erklärt Christoph Sommer, Chefarzt der Unfallchirurgie des Kantonsspitals Graubünden.

300 Verletzte im Spital

Trotz mehr Gästen in den Bündner Skigebieten: Die Zahl der Verletzten lag laut Sommer im Rahmen der beiden Vorjahre, die auch sehr arbeitsintensiv gewesen seien. «Seit dem 24. Dezember behandelten wir über 300 Verletzte, davon mussten 200 operiert werden», erklärt der Chefarzt. Über 100 Knochenbrüche seien stabilisiert worden. Häufig seien Beinbrüche (Schienbein, Kniegelenk, Oberschenkel), Schulter- und Handgelenksbrüche, aber auch Beckenbrüche mit teils schweren inneren Blutungen und instabile Wirbelbrüche behandelt worden. Den grössten Teil der Patienten hätten Skifahrer ausgemacht, aber auch für einige Snowboarderinnen und Schlittler endete der Tag im Spital.

Aufgrund der intensiven Zeit über die Festtage werde im Kantonsspital in kritischen Bereichen wie beispielsweise der Notfallstation und dem Operationsbereich das Personal aufgestockt und eine doppelt bis dreifache Besetzung geführt.

Rega mit zusätzlichen Helis

Mehr Personal hatte auch die Rega im Einsatz. «Die Rega hat sich auf das gute Wetter vorbereitet und darum mehr Einsatzleiter aufgeboten, um die Einsätze zu koordinieren», erklärt Mediensprecherin Karin Zahner. Weiter habe die Rega an verschiedenen Orten zusätzliche Rettungshelikopter stationiert – so auch in Untervaz.

Gemäss Zahner musste die Rega alleine zwischen dem 31. Dezember und dem 2. Januar schweizweit über 150 Mal ausrücken, rund 40 Mal starteten die Rettungskräfte von den beiden Bündner Basen in Unter- vaz und Samedan. Etwa zwei Drittel aller Flüge wurden wegen Unfällen von Wintersportlern nötig.

Meist wird die Rega übrigens vom Pistenrettungsdienst der Skigebiete alarmiert. (kup)

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