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Savogniner «Cube» geht am 9. Januar wieder auf

Nach Monaten des Schweigens meldet sich «Cube»-Verwaltungsrat Rudolf Tucek. Und bestätigt, was in Savognin bereits gemunkelt wurde: Das Hotel wird wiedereröffnet – schon am 9. Januar.

Jano Felice
Pajarola
Freitag, 03. Januar 2020, 09:04 Uhr Ende der Schliessung
Das «Cube» empfängt in wenigen Tagen wieder Gäste.
Stefanie Studer

Tucek, der auch Mehrheitsaktionär der «Cube»-Firma S1 Hotelerrichtungs AG ist, begründet in einer am Donnerstagabend verschickten Medienmitteilung die Wiedereröffnung des Savogniner Designhotels mit dem Vorliegen eines Urteils im Rechtsstreit zwischen der S1 und der Savognin Bergbahnen AG. Dieses Urteil wurde laut der Mitteilung am 16. Dezember gefällt und wenige Tage vor Weihnachten den Parteien mitgeteilt. Gleich nach Weihnachten wurde bekannt, dass das «Cube» wieder Mitarbeiter sucht und das benachbarte Sportgeschäft «Cube Active» bereits eröffnet ist.

Die Schliessung des «Cube» im Herbst 2018 hatte Tucek unter anderem damit begründet, die Bergbahnen hätten sich nicht an bestehende Preiszusicherungsvereinbarungen gehalten. Diese Vereinbarungen waren Gegenstand des Verfahrens vor Regional- und Kantonsgericht, das nun offenbar in für Tucek entscheidenden Punkten zu Gunsten der S1 ausgegangen ist.

«Konzept wieder möglich»

«Mit dem Urteil des Kantonsgerichts Graubünden ist die Geschäftsgrundlage der S1, auf deren Basis für Kunden attraktive Packages und Services geboten werden, zu großen Teilen wiederhergestellt», hält Tucek jedenfalls fest. Unter diesen Rahmenbedingungen sei das Konzept des «Cube» wieder möglich.

Die Vorbereitungen auf die Wintersaison 2019/20 seien durch das Warten auf das Gerichtsurteil stark beeinträchtigt gewesen, schreibt Tucek weiter. Der notwendige Vorlauf für eine Saisoneröffnung sei nicht gegeben gewesen, «eine kundenseitige Bewerbung beziehungsweise mediale Aufklärung über die Hintergründe war nicht möglich, bevor das Urteil vorlag.»

Das «Cube» wird nun gemäss Tucek ab 9.Januar vorderhand als Garni-Betrieb geführt. 

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Wunderbar, die Beteiligten, vermutlich Gemeinde und Bergbahnen habe sich geeinigt und das Cube Projekt kann weitergeführt werden. Von den ehemaligen Mitarbeitern die immer noch auf ihre Löhne warten, spricht man nicht mehr (die sind ja nicht so wichtig und können sich nicht wehren). Ich kenne zwar ehemalige Mitarbeiter die trotz ausstehender Lohnzahlung ihre Steuern in Savognin bis zum letzten Rappen bezahlt haben. Stellen sie sich vor wenn so ein Leichtgewicht von einem Mitarbeiter die Steuern nicht bezahlt. Er muss bezahlen !! Die Gemeinde ist da sicher schon etwas grosszügiger gegenüber Herrn Rudolf Tucek. Das Gericht hat entschieden !!

Ob es wirklich der Gerichtsentscheid ist, der Tucek zu diesem Sinneswandel geführt hat? Ich habe vielmehr den Eindruck, dass es das projektierte Konkurrenzprojekt (wohl verstanden auch ein AT-Investor) ist, dass Tucek zu diesem Schritt bewogen hat. Letzterer sah seine Felle davon schwimmen.