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Konkurrenzangebot sorgt für Unmut bei Prau-la-Selva-Initianten

Wie die IG Prau la Selva diese Woche mitteilte, sind die Anlagen des Flimser Sport- und Freizeitzentrums in gutem Zustand. Es brauche jedoch Investitionen, wenn der Betrieb längerfristig aufrechterhalten werden soll. Das neue Eisfeld vor der Waldhaus Arena in Flims sorgt bei der IG derweil für Erstaunen.

David
Eichler
Mittwoch, 18. Dezember 2019, 04:30 Uhr Sportzentrum Flims
Prau La Selva
Neue Konkurrenz: Neben dem Prau la Selva kann in Flims ab dieser Saison auch bei der Waldhaus-Arena Schlittschuh gelaufen werden.
MARCO HARTMANN

Bis Anfang März 2020 hat die Gemeinde Flims noch Zeit, die Initiative «Erhalt und Aufwertung des Sport- und Freizeitzentrums Prau la Selva» vors Volk zu bringen. Die Interessensgemeinschaft Prau La Selva hat diese Woche in einer Mitteilung über den aktuellen Stand der Entwicklungen rund um das Sportzentrum Prau la Selva informiert. Eine von der IG geforderte Analyse der Kälteanlage habe ergeben, dass diese in einem guten Zustand sei.

Um eine unbeschränkte Betriebsbewilligung zu erhalten, müsste auf die kommende Saison hin der Kreislauf für die Abwärme aber von Ammoniak auf Glykol umgestellt werden. Eine Anpassung, die rund 150'000 Franken kostet. Werde diese Investition nicht getätigt, könne die Eisanlage mittelfristig zwar weiterbetrieben werden – Investitionen würden jedoch nötig, wenn das Stimmvolk der Initative «Erhalt und Aufwertung des Sport- und Freizeitzentrums Prau la Selva» zustimme. Die Kosten fallen gemäss IG jedoch deutlich tiefer aus, als ursprünglich angenommen.

Neues Eisfeld sorgt für Unmut bei Initianten

Seit diesem Winter steht vor der Waldhaus Arena in Flims ein künstliches Eisfeld. Die IG Prau la Selva zeigt sich in der Mitteilung darüber erstaunt. Damit werde innerhalb der Gemeinde ein Konkurrenzangebot zu Prau La Selva geschaffen und dem Sportzentrum potentielle Gäste entzogen. Die Benützung des Eisfeldes bei der Waldhausarena sei für die Besucher gratis. Gemäss Mitteilung seien die Kosten für das kleine temporäre Eisfeld über die Saison beinahe so hoch, wie die notwendigen Investitionskosten für das Erlangen einer wieder uneingeschränkten Betriebsbewilligung der Eisanlage Prau la Selva.

Dem widerspricht der Flimser Gemeindepräsident Adrian Steiger auf Anfrage von suedostschweiz.ch: «Die Kosten für die Eisfläche bei der Waldhausarena betragen rund 100'000 Franken pro Saison.» Das Ganze sei ein Pilotprojekt und so auch an der Gemeindeversammlung präsentiert worden. «Ausserdem war ein offenes Eisfeld bereits in der Planung für die Waldhaus-Arena vorgesehen.» Erweise sich das Pilotprojekt als Erfolg, werde die Eisfläche fix eingeplant und die Kosten dann natürlich auch tiefer werden, wie Steiger weiter erklärt.

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