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Das Büga für die Bergbahnen kommt

Die Bündner Bergbahnen haben dieses Jahr fast so viel Umsatz wie vor 27 Jahren gemacht. Ausserdem lancieren sie mit der «Graubünden Card» ein Bergbahn-GA, das im Sommer und im Winter gültig ist.

Südostschweiz
Freitag, 29. November 2019, 17:10 Uhr «Graubünden Card» lanciert
Präsident Martin Hug (rechts) und Maurus Tomaschett präsentieren die «Graubünden Card» von Bergbahnen Graubünden.
PRESSEBILD

Einige Bündner Bergbahnen sind Dank des vielen Schnees bereits in die Wintersaison gestartet. So zum Beispiel auf der Diavolezza im Engadin – und auch Arosa-Lenzerheide, Grüsch-Danusa und Laax konnten bereits Teile ihrer Skigebiete öffnen.

Während der Winterbetrieb also erneut in den Startlöchern steht, blickte die Branchenorganisation der Bündner Bergbahnen (BBGR) an der Generalversammlung in Samnaun auf die vergangene Saison 2018/2019 zurück. Laut Mitteilung konnten die Bahnen mit ihren Fahrten im letzten Winter mit 230,5 Millionen Franken Einnahmen erstmals wieder die Zahlen des Winters vor acht Jahren erreichen. Dieser sogenannte Verkehrsertrag sei im Vergleich zum Fünf-Jahresschnitt um 13 Prozent gestiegen.

Die Strukturen der Umsätze hätten sich in den letzten Jahren verändert, heisst es weiter. Während der Verkehrsertrag beispielsweise im Vergleich von vor 27 Jahren kleiner sei, entspreche der Jahresumsatz nahezu demjenigen von damals. Die Rückgänge beim Transport hätten unter anderem mit zusätzlichen Einnahmen in den Bereichen Gastronomie, Beherbergung oder Vermietung aufgefangen werden können. Im gleichen Zeitraum stiegen die Kosten aber um fast 20 Prozent.

Investiert haben die Bündner Bergbahnen in den letzten fünf Jahren mehr als 100 Millionen Franken pro Jahr. Darunter:

  • 37 Millionen in Transportanlagen
  • 23 Millionen in Nebenbetriebe
  • 22 Millionen in Infrastrukturen
  • 16 Millionen in die Beschneiung
  • 8 Millionen in Maschinen

Mit einem Abo das ganze Jahr unterwegs

Als Ziel nennt der BBGR in der Mitteilung unter anderem die Ausdehnung der Angebote auf alle Jahreszeiten. Einen Schritt in diese Richtung machen die Bergbahnen mit der Lancierung der «Graubünden Card». Sie ersetzt den bisherigen Snow Pass, das ein reines Abonnement für die Wintersaison war.

Das neue Abo gilt jeweils vom 1. Mai bis zum 30. April und umfasst die Leistungen einer Tageskarte des jeweiligen Skigebiets im Winter sowie die Transportdienstleistungen der Bergbahnen im Sommer. Eine Ganzjahreskarte für 48 Bergbahnunternehmen in Graubünden also. Kosten soll es für Erwachsene 1620 Franken und ist ab Februar 2020 erhältlich. (rac)

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