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Disentiser Bergbahnen im Minus

Das jüngste Geschäftsjahr hat der Bergbahnen Disentis AG mit dem Resort «Catrina», der Cuolm-da-Vi-Bahn und einem ersten Teil der geplanten Beschneiung viel Neues gebracht – aber auch hohe Mehrkosten.

Jano Felice
Pajarola
Mittwoch, 25. September 2019, 04:30 Uhr Jahresbericht
Bergbahnen Disentis
Bergbahnen Disentis
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2018/19 habe im Disentiser Skigebiet «mit grossen Schritten die Zukunft begonnen», schreibt Verwaltungsratspräsident Marcus Weber im kürzlich von der Generalversammlung genehmigten Jahresbericht der Disentiser Bergbahnen. Die Höhepunkte des Geschäftsjahres seien die Teileröffnung des Resorts «Catrina» und die Inbetriebnahme der Seilbahn von Sedrun auf den Cuolm da Vi gewesen. Laut Weber konnte das Resort in seinem ersten Winter eine zufriedenstellende Auslastung erzielen, vor allem Gäste aus dem italienischen Sprachraum habe man vermehrt nach Disentis holen können. In Dienst gestellt worden sei auch eine erste grosse Etappe der neuen Beschneiungsanlage.

Kosten 20 Prozent über Budget

Doch bleibt auch ein Wermutstropfen: Wie Weber festhält, hat der Bau der Seilbahn, die in Zukunft die beiden Skigebiete Disentis und Sedrun-Andermatt verbindet, «aus verschiedenen Gründen» Mehrkosten von rund vier Millionen Franken nach sich gezogen. Und bei der Beschneiung hat sich der Realisierungsaufwand ebenfalls um rund eine Million Franken erhöht. Bei budgetierten Gesamterstellungskosten von rund 24 Millionen Franken entspricht das einer Zunahme von 20 Prozent gegenüber dem Budget. Umgerechnet in Tageskarten seien für die Deckung dieser Mehrkosten über 200 000 Skierdays nötig, rechnet Weber vor. «Aber ohne diese Investitionen wären wir den Herausforderungen der nächsten Jahre nicht gewachsen.» Der betriebliche Ertrag liegt mit 7,85 Millionen Franken um 46 Prozent über dem Vorjahr, allerdings ist auch der gesamte Aufwand deutlich angestiegen.

Defizit ähnlich wie im Vorjahr

Das Betriebsergebnis Ebitda erreicht letztlich mit knapp 380 000 Franken nicht mehr den Vorjahreswert von 458 000 Franken. Unter dem Strich resultiert ein Jahresverlust von 792 000 Franken, was in etwa dem Minus von 2017/18 entspricht. Die bisherigen Verwaltungsräte wurden laut der romanischen Nachrichtenagentur ANR in ihren Ämtern bestätigt.

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