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«Uffa!» ist jetzt eine geschützte Marke

Die Brambrüeschbahn schaut optimistisch in die Zukunft. Die «Uffa!»-Aktion geht ins dritte Jahr und der Begriff «Uffa» ist neu markenrechtlich geschützt. Dazu geht es mit der Planung der neuen Bergbahn voran. Bestenfalls nimmt diese bereits im Winter 2024/25 den Betrieb auf.

Südostschweiz
Mittwoch, 18. September 2019, 11:01 Uhr Brambrüeschbahn
Chur Bergbahnen Brambrüesch
Die aktuelle Brambrüeschbahn fährt womöglich nur noch rund fünf Jahre.
PHILIPP BÄR

Zweimal bereits schickten die Chur Bergbahnen (BCD) Churerinnen und Churer «Uffa!» nach Brambrüesch. Mit der Ticket-Aktion ist den Verantwortlichen der BCD offenbar ein ziemlicher Coup gelungen, wie sie an einer Medienkonferenz am Mittwoch erläutern. 1890 Uffa-Abos wurden im zweiten Jahr abgesetzt, was einer der grossen Erfolgstreiber im Geschäftsjahr war. Der Betriebsertrag konnte auch deshalb um 24 Prozent gesteigert werden. Hinter dem Zugpferd «Uffa!» wurde aber auch der Verkauf von Einzeltickets sowohl im Sommer (um 38 Prozent) und im Winter (um 17 Prozent) gesteigert.

Die Erfolgswellen, die mit dem Lancieren der «Uffa!»-Kampagne vor zwei Jahren ausgelöst wurden, sollen sich noch lange und viel weiter ausbreiten. Dabei soll auch helfen, dass der Begriff «Uffa» – eigentlich ein ganz normaler Begriff aus dem Churer Dialekt – vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum als eigene Marke anerkannt worden ist. Damit ist sichergestellt, dass niemand ausser den BCD den Begriff «Uffa» für Werbung und touristische Dienstleistungen nutzen darf. Dies sei vor allem auch im Hinblick auf künftige Projekte wie die neue Bergbahn oder neue Nutzung des Stadthalleareals wichtig.

Und wieder braucht es 1113 Bestellungen

Nun geht das «Uffa!»-Abo bereits in seine dritte Saison. Und auch in diesem Jahr müssen mindestens 1113 Abos bestellt werden, damit die entsprechenden, attraktiven Preise gültig sind. Eingeschlossen in die Abos sind dabei auch Rabatte in zahlreichen weiteren Skigebieten von Mittelbünden. Stichtag fürs Erreichen der 1113 Bestellungen ist der 30. November. Die Verantwortlichen sind angesichts der ersten beiden «Uffa!»-Jahre zuversichtlich, dass das Soll auch dieses Mal erreicht und übertroffen wird.

Wohl noch mehr als der «Uffa!»-Erfolg wird die Verantwortlichen der BCD in den nächsten Jahren das Projekte für die neue Bergbahn von Chur bis nach Brambrüesch beschäftigen. Mit dem Volks-Ja im Mai sei der Startschuss erfolgt. Nun müsse man erst einmal abwarten, bis der Zeitplan für den Wegzug der Stadthalle stehe. Die Stadt Chur plant die Volksabstimmung über die Verschiebung der Stadthalle für den November 2020. Bis dahin werde man bei der BCD verschiedene Szenarien und Optionen für die künftige Bergbahn prüfen und Machbarkeitsstudien für verschiedene Standorte auf dem Stadthalleareal erstellen. Sobald dann der definitive Standort feststehe, könne man das konkrete Bahnprojekt erarbeiten und beim Bundsamt für Verkehr einreichen. Nach dem aktuellen Stand werde die neue Bahn bestenfalls im Winter 2024/25 ihren Betrieb starten können. (ofi)

Aktuelle Zahlen der BCD

  • Umsatzsteigerung: 24 Prozent
  • Investitionen: 450'000 Franken für den Skilift
  • Ausserordentliche Aufwände: 170'000 Franken für Bahnprojekt und Abstimmung

    Beide Posten konnten aus eigenen Mitteln und der laufenden Rechnung heraus bezahlt werden.
     
  • Subventionen: Rückgang von 45 auf 31 Prozent innerhalb der letzten vier Jahre
  • Jährlicher Beitrag der Stadt Chur: 370'000 Franken bis Inbetriebnahme der neuen Bahn
  • Ersteintrittezuwachs: 60 Prozent von 72'000 auf 114'000 innerhalb der letzten vier Jahre
     

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