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Pünktlich: Die Savogniner Gondelbahn ist auf Kurs

Seit diesem Frühling wird in Savognin eine neue 10er-Gondelbahn realisiert. Das Millionenprojekt verläuft bisher nach Fahrplan und sollte rechtzeitig auf die Wintersaison 2019/20 fertig sein. Der Ausfall der Talfahrt wirkte sich jedoch auf den Sommertourismus aus.

Bettina
Cadotsch
Donnerstag, 05. September 2019, 04:30 Uhr 10-Millionen-Projekt
In Savognin in der Gemeinde Surses wird seit Ende März eine neue 10-er-Gondelbahn gebaut.
OLIVIA AEBLI ITEM

Die Savognin Bergbahnen AG baute im Sommer 2012 die erste 10er-Gondelbahn der Schweiz. Die Bahn ersetzte einen Sessellift aus dem Jahr 1984, welcher von Tigignas nach Somtgant führte. Sieben Jahre später, baut die Bergbahn erneut. Dieses Mal ersetzt die neue 10er-Gondelbahn die Verbindung von Savognin nach Tigignas – also die Talfahrt. Damit verfolgt die Tourismusregion Savognin Bivio Albula das Ziel, den Tourismus der Region anzukurbeln.

Nachdem die Ära der 32 Jahre alten 4er-Sesselbahn zu Ende ging, wurden die Arbeiten am Hang aufgenommen. Mittlerweile wird seit Ende März rück- und aufgebaut. Bis dato verliefen die Bauarbeiten problemlos und gemäss Fahrplan, wie Christian Prinz, Geschäftsführer der Bergbahnen Savognin auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» sagt. «Die Masten wurden bereits geflogen und es sieht so aus, als ob wir pünktlich auf den Start der Wintersaison fertig werden», so Prinz. Auch das vorgesehene Budget von rund 10 Millionen Franken konnte bislang eingehalten werden.

Talfahrt mal anders

Der Neubau der Bahn brachte jedoch auch gewisse Einschränkungen und Einbussen, wie Prinz erklärt. Die Gäste mussten via Ersatzbus nach Tigignas zur zweiten Sektion transportiert werden. Das verlief zwar grundsätzlich gut, sei jedoch weniger komfortabel und weniger attraktiv für die Gäste. Den Bergbahnen sei dies jedoch von Anfang an bewusst gewesen und man habe mit Einbussen gerechnet. «Dafür haben wir in den nächsten Jahren einen guten Talzubringer, der auch im Sommer einen wesentlichen Vorteil mit sich bringt», so Prinz. Meistens regne es unten im Tal noch, während es oben auf dem Berg bereits schönes Wetter habe, so Prinz. Weiter könne sowohl die Sicherheit als auch der Komfort durch eine Gondelbahn verbessert werden.

Neue Gondel neues Glück

In der Vergangenheit sorgten negative Neuigkeiten aus dem Surses immer wieder für Schlagzeilen. Beispielsweise schloss im vergangenen Jahr das Hotel Cube überraschend seine Türen und nur zwei Jahre zuvor sprang der Hauptinvestor eines geplanten Erlebnisbad-Projekts ab. Trotzdem – der Neubau der 10er-Gondelbahn ist nun nur eines von mehreren Projekten, die in der Gemeinde Surses umgesetzt werden. Beispielsweise sprach sich die Gemeinde im März für ein neues Hotel sowie ein Ferienresort im Rahmen von 60 Millionen Franken aus. Man könnte meinen, die neue Gondel läutet also fast eine neue Ära ein. Das bestätigt auch Prinz: «Ich glaube, dass die Stimmung im Surses allgemein sehr positiv ist, was das Thema Entwicklung und Zukunft betrifft». Schlechte Sachen würden auch passieren, aber es gebe genug Themen, die sich gerade positiv entwickeln, so Prinz weiter. (can)

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