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Ni Hao Chur

Chur will nicht von chinesischen Touristen überrannt werden wie kürzlich Luzern. Dennoch sollen vermehrt Reisende aus China in der Stadt zu sehen sein. Mit neuen Kooperationen sollen aber vor allem Individualreisende die Bündner Hauptstadt besuchen.

Südostschweiz
Dienstag, 16. Juli 2019, 11:00 Uhr Mehr Chinesen sollen nach Chur
Hof
Chur möchte mehr chinesische Touristen anziehen, dabei aber vor allem Kleingruppen und Individualreisende ansprechen.
MARCO HARTMANN/ARCHIV

Dass China einer der stärkste touristischen Herkunftsmärkte für die Schweiz ist, dürfte spätestens seit den Schlagzeilen aus Luzern, das von einer rund 1000-köpfigen chinesischen Reisegruppe überrollte wurde, jedem klar sein. Auf diesen Markt will auch die Stadt Chur vermehrt setzen, allerdings nicht mit dem Ziel, Massen wie in Luzern anzulocken. In Chur - und Graubünden - will man auf chinesische Individualtouristen und Kleingruppen setzen, wie Chur Tourismus in einer Medienmitteilung schreibt. Weil Chur als Ausgangsort für beliebte Bahnreisen wie den Glacier Express oder die Albula-Bernina-Linie dient, hat Chur Tourismus eine neue Kooperation zusammen mit China Connect, der Rhätischen Bahn und Schweiz Tourimus abgeschlossen.

Dabei will Chur selbst aber nicht nur Durchgangsstation sein, sondern die chinesischen Besucher auch selbst anziehen. Dafür hat Chur Tourismus einen neuen Stadtplan in Mandarin aufgelegt, wie es in der Mitteilung heisst. Dieser soll aber nicht nur vor Ort aufliegen, sondern soll chinesische Reisende bereits im Vorfeld der Anreise informieren, damit diese ein besseres Bild von Chur und seinen Angeboten und Attraktionen bekommen und vermehrt in der Stadt verweilen.

«Chur verzeichnet in den letzten Jahren ein stetiges Wachstum an Logiernächten aus China, wenn auch bisher noch auf bescheidenem Niveau. Die Nachfrage von Seite der chinesischen Reiseveranstalter ist jedoch bereits seit einiger Zeit stark zunehmend», sagt dazu Michael Christ, Leiter Marketing & Sales bei Chur Tourismus. Chur biete Individualreisenden und Kleingruppen ein ideales Angebot. «Mit den neuen Kooperationen möchten wir in diesem Markt stärker wachsen.» (ofi)

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