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Vision eines Golfplatzes in Amden wird konkreter

Das Projekt Golfplatz Amden-Arvenbüel nimmt Gestalt an. An ihrer Mitgliederversammlung stimmt die Interessensgemeinschaft Golfplatz Amden über neue Wege der Finanzierung ab. Wenn alles nach Plan läuft, sollen im Frühjahr 2023 die ersten Golfbälle über den Platz fliegen.

Linth-Zeitung
Dienstag, 19. Februar 2019, 16:25 Uhr Mitgiederversammlung der IG
Golfertraum: IG-Präsident Andreas Wenzel erläutert den Anwesenden die Pläne für den Golfplatz in Amden.
Bild Hannah Scharnagl

Von Hannah Scharnagl

Speditiv ging es zu an der Mitgliederversammlung der IG Golfplatz Amden im Restaurant «Rössli» am Freitagabend. Nach zahlreichen Infoanlässen und Gesprächen mit Kanton, Anwohnern und Landbesitzern nimmt die Idee eines Golfplatzes in Amden-Arvenbüel Gestalt an. An der Mitgliederversammlung wurde nun die weitere Zukunft des Projekts bestimmt.

«Wir greifen dem Tourismus unter die Arme und gestalten Amden attraktiver für die Zukunft», begrüsste IG Präsident Andreas Wenzel die anwesenden Mitglieder. Nach Gesprächen mit Anwohnern und Landbesitzern habe man das Projekt entsprechend angepasst. Die zwei wichtigsten Bedürfnisse, Sicherheit und Erhaltung des Landschaftsbildes, hätten höchste Priorität bei der Planung.

Polysportiv und ganzjährig

Die Vision für den Golfplatz wird nun konkreter: «Wir wollen nicht nur einen Golfplatz, sondern ein Naturresort, das polysportiv ist und ganzjährig von allen genutzt werden kann». So soll die Infrastruktur auch für andere Aktivitäten genutzt werden. Im Gespräch sind etwa ein Kletterpark im Sommer oder ein Eishockeyfeld im Winter.

«Wir wollen kein Luxusresort»
Andreas Wenzel, Präsident IG Golfplatz Amden

Wenzel unterstrich: «Wir wollen kein Luxusresort». Die Gegenden um den Golfplatz sollten von jung und alt besucht werden können und für alle etwas zu bieten haben, damit der Platz die Region touristisch aufwerte. Das Allround-Konzept solle dafür sorgen, dass sich der Golfplatz Amden-Arvenbüel von anderen abhebe und wirtschaftlich erfolgreich geführt werden könne.

Aufwendige Prüfung

Einer der wichtigsten Meilensteine für das Gelingen des Projektes ist die Aufnahme in den kantonalen Richtplan. Das ist die Bedingung für die notwendige Umzonung des Gebiets, auf dem der Golfplatz gebaut werden soll. Provisorisch ist das Projekt schon aufgenommen, die definitive Aufnahme steht allerdings noch aus.

Um sie zu erreichen, beauftragt die IG ein Ökobüro, damit die Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen werden kann. «Unser Ziel ist es, das Gebiet im Arvenbüel durch den Bau des Golfplatzes ökologisch aufzuwerten», sagte Wenzel.

Die Umnutzung des momentan landwirtschaftlich genutzten Landes trage zur Steigerung der Pflanzenvielfalt und zur Schaffung neuer Lebensräume bei. Da das Gebiet jedoch an ein besonderes Naturschutzgebiet angrenze, wolle man die nötigen Massnahmen für eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchführen lassen.

Hohe Mehrkosten fallen an

Durch die Finanzierung der Umweltverträglichkeitsprüfung fallen jedoch auch höhere Kosten an. Um diese Mehrkosten von rund 100 000 Franken tragen zu können, soll eine Aktiengemeinschaft «Golfplatz Amden-Arvenbüel AG» gegründet werden. Mit den 100 000 Franken, die für eine Gründung notwendig sind, will die AG den Bau der Golfanlage sowie die Anschaffung der benötigten Infrastruktur finanzieren.

Die Versammlung stimmte dem Vorschlag einstimmig zu und die Mitglieder begannen noch am Abend, Aktienscheine zu zeichnen. Am Ende des Abends war bereits über die Hälfte des Betrags zusammengekommen.

Eröffnung 2023 geplant

«Wir sind überzeugt, dass wir sowohl die Finanzierung als auch den definitiven Richtplaneintrag hinbekommen», verkündete Wenzel. Der Zeitplan verzögere sich durch die Umweltverträglichkeitsprüfung jedoch um ein Jahr.

In Absprache mit dem Kanton sollten bis 2020 die Vernehmlassung und die Richtplananpassung realistisch sein und, nach allen Genehmigungsprozessen, könne zwei Jahre später angefangen werden zu bauen. Die grosse Eröffnung ist im Frühjahr 2023 geplant.

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