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Rote Zahlen so weit das Auge reicht

Experten rechnen auch in Graubünden mit der Stilllegung von Bergbahnen. Besonders stark davon betroffen sind kleinere Unternehmen.

Dario
Morandi
Montag, 31. Dezember 2018, 04:30 Uhr Bergbahnen
Kleine Skigebiete kämpfen ums Überleben.
YANIK BÜRKLI

Kleine, aber feine Bergbahnen wandeln auf steinigen Pfaden. Das zeigen die Beispiele der Sportbahnen Hochwang und der Bergbahnen Tschiertschen im Schanfigg. Beide Unternehmen sind klamm, und deren Verantwortlichen suchen händeringend nach frischem Geld. Im Skigebiet von Hochwang oberhalb von St. Peter fehlen 200'000 und in Tschiertschen gar 350'000 Franken, wie aus den Schreiben der Verwaltungsräte an die Aktionärinnen und Aktionäre hervorgeht.

Es besteht die Gefahr, dass kleine Betriebe bald von der Bildfläche verschwinden.

Gemäss einer Umfrage des Beratungsunternehmens PWC, die vergangene Woche vom Regionaljournal Graubünden von SRF1 veröffentlicht wurde, rechnen zwei Drittel der befragten Bergbahnen mit einer Strukturbereinigung innerhalb der Branche. Oder anders formuliert: Ohne finanzielle Hilfe durch die öffentliche Hand oder von privaten Investoren besteht die Gefahr, dass kleinere Betriebe wie Hochwang oder Tschiertschen bald von der Bildfläche verschwinden könnten.

«Was uns fehlt, ist Liquidität», sagt Rolf Bucher. Der Verwaltungsratspräsident der Sportbahnen Hochwang ruft deshalb zusammen mit dem Verwaltungsrat die Aktionäre zu einer Spendenaktion auf, um damit zumindest 100'000 Franken an zusätzlichen Einnahmen generieren zu können. Weitere 100'000 Franken will gemäss Buchers Worten die Talgemeinde Arosa beisteuern.

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Der Bericht wurde gut ggeschrieben. Wen Ich an die alten Zeiten ab 1975 denke wo man am Mittwoch Nachmittag Schulfrei hatte, ging man fast immer Skifahren, dies auch am Wochenende oder in den Sportferien. In diesen Jahren war man als Gast noch bescheiden und verlangte nicht nach neuen Luxus Sesselbahnen die gar eine Heizung oder Haube haben..Seit 20 Jahren gehe ich als Bündner wo quasi mehrere Skigebiete vor der Türe hat, auch nicht mehr Skifahren. Die Kosten sind mir zu teuer. Was die kleineren Bergbahnen betriff, ist es kein Wunder das diese um ihr Überleben kämpfen.Das Problem fängt an wen sie eine neue Hightech Sesselbahn Bauen,diese Bahnen vordern viel beim Technischen Unterhalt, die Anschaffung der neuen Generation von Pistenmaschienen sind auch nicht gerade billig. Die heutigen Gäste wollen viel, und wenig bezahlen. Wen ein kleines Skigebiet nicht Aussreichend über Finanzielle Mittel verfügt, und es einige Schnee Arme Winter gibt, so bekommen die sehr schnell Finanzielle Probleme.

Kanton und Gemeinden und Anwohner steuern genügend bei. Denn wenn ich aus dem Bünderrheintal Skifahren möchte in Arosa, Lenzerheide, Davos usw. erhalte ich keine Vergünstigungen. Deshalb fahre ich nicht mehr Ski, denn von Zürich aus mit Bus und Skiabo bezahlt man nach Davos 50.-, ich bezahle fast 80.- wenn ich von zu Hause, Nähe Landquart, hoch fahre, und Steuern bezahle ich auch, die wie jedes Jahr in die Bergbahnen fliesst. Darum fahre ich nicht mehr, kann es mir einfach nicht mehr leisten, als Bündner Ski zu fahren.