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Von oben ist der Nebel schöner

Unten grau, oben blau: Der Nebel treibt die Gäste in die Höhe. Die Touristiker freut es.

Olivier
Berger
Donnerstag, 15. November 2018, 04:30 Uhr Freude bei Touristikern
Nebel, Nebelmeer,  Berge, Panorama
Blick auf das Nebelmeer.
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Auch wenn es aus Bündner Sicht nur schwer vorstellbar ist: Teile des Mittellands liegen derzeit unter einer dicken Nebeldecke. «An den letzten beiden, einigermassen schönen Wochenenden war der Besuch von Nebelflüchtlingen erfreulich gut», sagt etwa Philipp Holenstein, Direktor der Arosa Bergbahnen AG. In Arosa ist die Bahn aufs Weisshorn nach wie vor in Betrieb.

Die Branche ist flexibler

Beispiele wie die Aroser Aktion unter dem Motto «Novemberhoch» freuen auch Martin Vincenz. «Wir stellen fest, dass die Bergbahnen und anderen Anbieter flexibler geworden sind», sagt der CEO von Graubünden Ferien. Das heisst, dass vermehrt Bahnen, Hotels und Gastronomiebetriebe spontan und je nach Wetterlage entscheiden, ob sie ihren Betrieb im November fortführen – was früher undenkbar war.

Möglich ist dies allerdings nicht in jedem Fall. «Wir haben das Saisonende schon vor Monaten auf das vergangene Wochenende hin angekündigt», erklärt Elio Pandolfi, Präsident des Vereins, der in Malans die Älplibahn betreibt. Jetzt beginne die Revision der Bahn. Auch die Älplibahn hat aber von der ungewöhnlich guten Witterung im Spätherbst profitiert. «Am Abschlusswochenende haben wir sehr gut gearbeitet», bestätigt Pandolfi.

Anderen Bündner Bahnen hat der Schneefall Ende Oktober einen Strich durch die Rechnung gemacht. «Wir konnten die Bahnen wegen der Schneesituation auf den Wanderwegen und Bikestrecken nicht öffnen», so Peter Engler, CEO der Lenzerheide Bergbahnen AG.

Aktionen bewähren sich

Zumindest bei den Logiernächten in der Destination Davos Klosters macht sich die Nebelflucht laut Mediensprecher Samuel Rosenast nicht bemerkbar. «Allerdings kommen Tagestouristen auch in der Zwischensaison gerne zu uns.» Einige würden den Ausflug mit einer Fahrt mit der Rhätischen Bahn (RhB) verbinden. Dafür spricht auch, dass die RhB-Spätherbstaktion «Silberdistel» laut Mediensprecherin Yvonne Dünser «seit Jahren gut genutzt wird».

Auch Graubünden Ferien hat die Zeichen der Zeit erkannt, wie CEO Vincenz erklärt. Das Social-Media-Team plane aufs Wochenende hin «Vorschläge von Wanderrouten im Herbst, welche nicht allzu hoch liegen, aber natürlich über der Nebelgrenze».

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