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So wollen die Valser ihre Sportbahnen retten

Nach einer Online-Umfrage bei der Bevölkerung liegen nun die Ergebnisse zu den Tourismus-Finanzierungsmodellen in Vals vor. Dabei bleiben Modell 1 «All included» und Modell 2 «Günstig Skifahren» im Rennen.

Südostschweiz
Donnerstag, 05. Juli 2018, 10:21 Uhr Umfrageergebnisse liegen vor
Eine Umfrage sollte Klarheit bringen.
ARCHIV/YANIK BÜRKLI

Die Online-Umfrage wurde rege genutzt, wie die Gemeinde am Donnerstag mitteilt. Insgesamt gingen 729 Antworten ein, davon stammten 245 von Einwohnern, 457 von Zweitwohnern und 27 von Beherbergern. Die Präferenzen zu den verschiedenen Finanzierungsmodellen seien eindeutig.

Bei allen drei Interessengruppen findet das Modell 2 die höchste Akzeptanz. Es sei eine gute oder diskutierbare Lösung. Bei der Wahl zwischen den verschiedenen Modellen wird es bei allen Interessengruppen von mindestens 70 Prozent der Antwortenden auf Platz 1 oder 2 gesetzt.

Das Modell 1 polarisiert über alle Interessensgruppen hinweg stark. Bei den Einwohnern stösst es aber nach wie vor auf die grösste Zustimmung. Auch bei diesen ist aber die Zahl jener, die das Modell nicht unterstützen können, fast ebenso hoch, wie die Zahl jener, die es eine gute Lösung finden. Bei den Beherbergern und Zweitwohnern finden jeweils zwei Drittel der Antwortenden, es sei eine schlechte Lösung, die sie nicht unterstützen können.

Die beiden weiteren vorgeschlagenen Finanzierungskonzepte werden von einer klaren Mehrheit abgelehnt.

Der Gemeinderat hat von den Umfrageergebnissen Kenntnis genommen und mit dem Verwaltungsrat der Sportbahnen Vals AG und dem Vorstand von Visit Vals Rücksprache genommen. Weil bei beiden Modellen noch einzelne Fragen offen sind, hat der Gemeinderat entschieden, vorerst beide Varianten weiter zu vertiefen.

In den nächsten Wochen werden die erforderlichen juristischen Abklärungen vorgenommen und Vorlagenentwürfe zu Handen der Gemeindeversammlung erarbeitet. Sobald entsprechende Vorschläge vorliegen, werden die Vertreter der Beherberger und der Zweitwohner informiert, heisst es von Seiten Gemeinde weiter.

Modell 1 «All included»
Skifahren, Ski/Wanderbus, teilweise Therme
+ Gut für Werbung
- Hohe Belastung Gemeinde, Zweitwohner kaum Spielraum für Investitionsalternativen

Modell 2 «Günstig Skifahren»
Gondelbahn, Ski/Wanderbus inkl., Kinder Gratis, Skiabo ~ CHF 333 / 29
+ Gut für Werbung, hohe Fairness
- Etwas Spielraum für Investitionsalternativen

Die ausführliche Beschreibung der Tourismus-Finanzierungsmodelle in Vals findet ihr hier. (hac)

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Vals' Motto: Warum einfach, wenns auch kompliziert geht?
Leute, verheddert euch doch nicht noch mehr im Gestrüpplabyrinthirrgarten.
Ist die Multimorbidmalaise nicht schon nur allein dadurch überevident, dass:
1) Arosa"kur"direktor Pascal Jenny die Tourismuspartei gründete (über die ich nicht weniger weine als übers Arosa"humor"festival):
https://tourismus-partei.ch/
2) AUSGERECHNET ein Liberaler, FDP-Nationalrat Christoph Eymann interpelliert am 14. Juni 2018 an den Bundesrat, will ein "BUNDESAMT für Tourismus", und der Tourismus-Verband (STV) steht dahinter. Was denn sonst, unkt Donald Duck.
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?Aff…
3) (sda 5.Juli 2018) Verbände fordern Task Force für Tourismus:
https://www.bluewin.ch/de/news/wirtschaft-boerse/verbande-fordern-task-…
Liebes Publikum, das sollte man nicht nur als Tragikömödie, sondern vor allem als (Zukunfts-)Kapitalvernichtung verstehen – und ist es nicht EUER Kapital, das diese "Unternehmer" (?) so grapschen wollen? Na, was TUT ihr nun?
Meine Meinung:
Was nicht nur die Valser sondern alle benötigen: Logik, einen fähigen Arzt für Diagnose, Therapie.