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Präsident kritisiert Preiskampf

Der Präsident der Bündner Bergbahnen hat an der Delegiertenversammlung des Verbandes in Davos vor einem ruinösen Preiskampf bei den Tickets gewarnt. Martin Hug forderte die Branchenvertreter auf, mehr Kooperationen einzugehen.

Agentur
sda
24.11.17 - 17:29 Uhr
Tourismus

Martin Hug habe die Preisstrategien einiger Mitglieder als Tanz auf Messers Schneide bezeichnet, teilte der Verband Bergbahnen Graubünden am Freitag mit. Das Marktpotenzial werde so nicht grösser, sondern heize den bestehenden Verdrängungskampf nur noch an.

«Dynamic Pricing» bedeute, den Preis nicht nur nach unten anzupassen, sondern bei entsprechender Nachfrage auch nach oben. Die Herausforderung sei es, das Marktpotential im gesamten Alpenraum zu vergrössern und nicht als einzelnes Unternehmen auf Kosten der Mitbewerber zu wachsen.

Branche bereit für den Winter

Laut Hug braucht es mehr neue Gäste aus neuen Märkten, um die Ertragskraft zu steigern. Dazu müssten mehr Kooperationen eingegangen werden. Als Beispiele nannte er die Erstellung von Dienstleistungszentren oder den gemeinsamen Einkauf von Gebrauchsgütern.

Für die Wintersaison ist die Branche gerüstet. Die Zahlen bei den Vorverkäufen von Tickets stimmten, hiess es. Die Bergbahnen hoffen auf Besserung, zumal in den letzten drei schwierigen Wintern die Verkehrserträge die Grenze von 200 Millionen Franken zwei Mal unterschritten. Nach Angaben des Verbandes mussten die 50 Mitgliedsunternehmen in den sechs letzten Jahren kumulierte Verluste von 40 Millionen Franken hinnehmen.

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