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Die Vergangenheit verspricht viel für das Ski-Wochenende in St. Moritz

Am Wochenende findet der Ski-Weltcup in St. Moritz statt. Die guten Resultate der vergangenen Jahre machen Hoffnung auf einen Schweizer Exploit.

Südostschweiz
10.12.21 - 15:32 Uhr
Ski alpin
Enttäuschend: In Lake Louise erreichte Lara Gut-Behrami nur den 17. Platz. Beste Schweizerin war Corinne Suter auf Platz 5.
Enttäuschend: In Lake Louise erreichte Lara Gut-Behrami nur den 17. Platz. Beste Schweizerin war Corinne Suter auf Platz 5.
Bild Keystone / Jeff McIntosh

«Engiadina» heisst die Rennstrecke auf Corviglia, die am Wochenende wieder einige hundert Zuschauer ins Engadin und einige mehr vor den Fernseher locken dürfte. Seit 23 Jahren hat St. Moritz einen festen Platz im Weltcup-Kalender. Dieses Wochenende ist es wieder soweit: Zwei Super-Gs stehen auf dem Programm der Frauen.

Grosse Erfolge für die Schweizerinnen

2016, 2017 und 2018 schafften es die Schweizerinnen aufs Podest. Unvergessen dabei der grosse Triumph von Jasmine Flury und Michelle Gysin, die 2017 den ersten und zweiten Platz einfuhren. Als Lara Gut und Fabienne Suter neun Jahre zuvor Erste und Zweite wurden, waren das die ersten Schweizer Siege in St. Moritz.

Jasmin Flury ist auch dieses Jahr wieder bereit für ihren Einsatz:

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Geht es nach den Statistiken, haben die Österreicherinnen aber die besten Chancen auf gute Ergebnisse: Ihre Landsfrauen standen in St. Moritz seit 1998 vor den US-Amerikanerinnen am häufigsten auf dem Podest. Als grösste Konkurrentin der Schweizerinnen gilt dieses Jahr aber die Italienerin Sofia Goggia, die es vor zwei Jahren schon auf das höchste Treppchen geschafft hat und auch die Abfahrt in Lake Louise am letzten Wochenende gewann. Corinne Suter fuhr in Kanada als Fünfte das beste Resultat für die Schweizerinnen heraus.

So sah das Podest bei den letzten fünf Weltcup-Rennen in St. Moritz aus

2019: Sofia Goggia (1), Federica Brignone (2), Mikaela Shiffrin (3)
2018: Mikaela Shiffrin (1), Lara Gut-Behrami (2), Tina Weirather (3)
2017 : Jasmine Flury (1), Michelle Gisin (2), Tina Weirather (3)
2016: Tina Weirather (1), Lara Gut-Behrami (2), Cornelia Huetter (3) 2015: Lindsey Vonn (1), Anna Fenninger (2), Nicole Hosp (3)

Ausnahmebewilligung des Kantons

Vor einem Jahr fielen die Rennen in St. Moritz einem heftigen Schneesturm zum Opfer. Nachdem es 48 Stunden durchgeschneit hatte – über eineinhalb Meter Neuschnee – mussten die Rennen wegen grosser Lawinengefahr abgesagt werden. Und so sah es damals aus:

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Wegen der Coronapandemie wäre der Weltcup letztes Jahr ganz ohne Zuschauerinnen und Zuschauer über die Bühne gegangen. Das ist dieses Jahr anders: Für den Event besteht eine 3-G-Regelung, im Zielgelände gilt zudem Maskenpflicht.

Trotzdem war lange nicht klar, ob die Athletinnen überhaupt starten können. Am Wochenende zuvor standen sie in Lake Louise in Kanada auf den Skis, und Kanada steht seit Neustem auf der Schweizer Quarantäneliste. Schliesslich erteilte der Kanton aber eine Ausnahmebewilligung für die Einreise der Sportlerinnen in die Schweiz.

Zwei Drittel der «suedostschweiz.ch»-User sind davon übrigens nicht sonderlich begeistert, wie eine Umfrage auf unserer Plattform zeigte.

Weltcup in St. Moritz findet statt: Ist das klug?

Ja
40%
Nein
60%
1076 Stimmen

Nichts destotrotz: Wenn das Wetter nicht wieder dazwischenfunkt, gilt es am Samstag und Sonntag jeweils ab 10.30 Uhr ernst auf der «Engiadina». (jas)

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