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HCD hält Ticino Rockets die Treue, mehr Geld gibts aber nicht

Der HC Lugano will seinen Einfluss auf das Farmteam Ticino Rockets stark verkleinern. Zurzeit arbeiten auch Ambri-Piotta und der HC Davos mit dem Klub aus der Swiss League zusammen. Daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern.

Philipp
Wyss
Freitag, 21. Februar 2020, 04:30 Uhr Eishockey

Vor vier Jahren ist der HC Biasca Ticino Rockets von Ambri-Piotta, Lugano, Biasca und Bellinzona als Farmteam gegründet worden. Mehrheitsaktionär war von Anfang an Ambri-Piotta. Vergangene Saison stieg der HC Davos beim Swiss League-Klub ein.

«Wir haben uns bei den Ticino Rockets nicht finanziell beteiligt. Wir haben ein Abkommen getroffen. Seither stellen wir in der Regel vier Prospects und bezahlen dafür einen Unkostenbeitrag», sagt Markus Glarner, Mediensprecher des HC Davos. Zudem gehört ein Sitz im Verwaltungsrat dem HC Davos.

So weiter wie bisher

Nachwuchsspieler oder Akteure, die aus einer Verletzung zurückkommen, konnten bisher im Tessin Erfahrungen sammeln und sich an den Rhythmus der Swiss League (NLB) gewöhnen.

Und geht es nach dem HC Davos, so ändert sich daran auch in der kommenden Saison nichts. «Im Moment hat der Entscheid von Lugano keine Auswirkungen für uns», so Glarner weiter. Die Bündner möchten den Anteil, den Lugano abstossen will, laut Glarner nicht übernehmen.

Zahlreiche Davoser im Tessin

Diese Saison bestritten beispielsweise diverse Spieler Partien mit den Tessinern in der Swiss League. Darunter waren auch Jerome Portmann (41), Lorenzo Glarner oder Gian-Marco Wetter (20), Dominic Buchli (14), Davyd Barandun (11), Dario Meyer (9), Tino Kessler (5), Nando Eggenberger (4), Oliver Heinen (3) oder Chris Egli (2).

Und für Davos darf das gerne so weitergehen, wie Glarner sagt: Wenn das Projekt weitergeht, handhaben wir das weiterhin so wie bisher. Ob das so sein wird, entscheiden aber andere. Denn die Zukunft ist nach dem Rückzug von Lugano ebenso ungewiss, wie die ein drohender Abstieg oder ein finanzieller Kollaps.

Rockets im Abstiegskampf

Denn in der Swiss League wird erstmals seit 15 Jahren nach der Qualifikation wieder gegen den Abstieg gespielt. Thurgau stieg 2005 als letztes Team planmässig aus der NLB ab. Seither verabschiedeten sich Forward Morges (2006), Chur, Martigny (beide 2008), Sierre (2013) und Red Ice Martigny (2017) meist aus finanziellen Gründen, wodurch die zweithöchste Liga nie mehr die Soll-Grösse von zwölf Teams erreichte.

Der Abstiegskampf wird in einer Abstiegsrunde (6 Runden) entschieden. Aufsteiger Sierre (9.) hat den Klassenerhalt bereits geschafft, die EVZ Academy benötigt aus den sechs Partien bloss zwei Punkte, um sich ebenfalls zu retten. Winterthur (31 Punkte) und die Biasca Ticino Rockets (27 Punkte) machen den Absteiger unter sich aus, der in die MySports-League weichen müsste, wenn aus der Amateurliga ein Klub die Aufstiegskriterien alle erfüllen würde.

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