Jahresrechnung, Deponie und Sportfonds
Die kurze Traktandenliste liesse vermuten, dass der abzuarbeitende Papierberg für die nächste Sitzung nicht allzu gross ist. Doch der Eindruck täuscht: 337 Seiten umfassen die Unterlagen. Grund dafür ist die Mitlieferung der Jahresrechnung und des Jahresberichts. Nebst detailliertem Zahlenmaterial findet sich dort jeweils auch ein ausführlicher Bericht der Gemeindeverwaltung, bei dem Departementsvorsteher und Ressortleiter das Jahr Revue passieren lassen. Die Genehmigung der beiden Dokumente im GL ist meist nur Formsache. Das dürfte in diesem Jahr nicht anders sein, denn die Jahresrechnung schliesst ausserordentlich gut ab (siehe DZ vom 6. Mai). Der Ertragsüberschuss beträgt rund 23,6 Millionen Franken, auch wenn einige Sondereffekte das Bild etwas «aufhübschen».
Deponiestandort scheint geeignet zu sein
Beim nächsten Traktandum, das den sperrigen Namen «Teilrevision Ortsplanung (Wiesen), Anpassung Kiesabbau und Erweiterung Deponie Tola» trägt, verschmelzen raumplanerische und umwelttechnische Anliegen. Das Gute vorweg: Mit dem Standort Tola, der Kiesgrube zwischen Valdanna und dem Dorfeingang Wiesen, scheint die Gemeinde bei ihrer Suche nach einem Standort für eine Deponie von Aushubmaterial und Bauschutt einen fast idealen Flecken gefunden zu haben (siehe DZ vom 1. April). Denn die Zeit drängt: «In der Landschaft Davos fallen während der Bausaison durchschnittlich rund 1200 Kubikmeter inertes Material und 15 000 Kubikmeter nicht verwertbares, unverschmutztes Aushub- und Ausbruchmaterial an. Aufgrund der fehlenden Möglichkeiten für eine Weiterverwendung muss dieses Material auf Deponien des Typs A (Aushub- und Ausbruchmaterial) beziehungsweise des Typs B (Inertstoffe) entsorgt werden. Dafür steht der Davoser Bauwirtschaft heute die im Jahr 2013 eröffnete Deponie Valdanna zur Verfügung, auf welcher Kompartimente für beide Materialarten vorhanden sind. Da die Deponie Valdanna kurz vor dem Abschluss steht und auf Gemeindegebiet keine weiteren Deponien in Betrieb sind, besteht dringender Bedarf nach Ablagerungskapazitäten», heisst es in den Unterlagen. Zum Standort Tola – der sich gemäss Botschaft sehr gut eigne – heisst es: «Die Materialablagerung erfolgt pa-rallel zum Kiesabbau, sodass bereits im Jahr 2023 mit dem Deponieren begonnen werden kann». Man darf davon ausgehen, dass der GL diesem wichtigen Anliegen nicht im Weg stehen wird und die Vorlage zuhanden der Volksabstimmung genehmigt.
Beim letzten Sachgeschäft, bei dem es um einen Verpflichtungskredit zugunsten von Davos Nordic zur Entlastung des Sportfonds geht, dreht sich vieles um Zahlen – wobei dies am Ende des Tages aber auch die Zukunft von kleineren Anlässen beeinflussen kann. Über das Traktandum wird die DZ in Bälde detailliert berichten.
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