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Sechs Forderungen für bessere Arbeitsbedingungen

Ein neues 6-Punkte-Programm des Verbandes Lehrpersonen Graubünden soll die Arbeitsbedingungen von Lehrpersonen in Graubünden verbessern.

Ursina
Straub
26.09.18 - 17:32 Uhr
Politik

An der Jahrestagung des Verbandes Lehrpersonen Graubünden (Legr) haben die Delegierten einstimmig ein 6-Punkte-Programm verabschiedet. Damit sollen die Arbeitsbedingungen von Lehrerinnen und Lehrer verbessert werden. So lautet eine Forderung des Programms, dass die Löhne der Bündner Lehrpersonen in allen Kategorien an das Mittel der Deutschschweizer Kantone angehoben werden sollen. Zudem soll der Kindergarten vollständig in die Volksschule integriert werden – und die Kindergärtnerinnen einen gerechten Lohn erhalten. «Wir sind uns bewusst, dass die Umsetzung des 6-Punkte-Programms ein langfristiger Prozess ist», sagte Sandra Locher Benguerel, Präsidentin des Legr an der Jahrestagung in Ilanz.

Der Legr will sich zudem mit einer «Abstimmungskampagne nach Mass» gegen die Doppelinitiative «Gute Schule Graubünden» stemmen. Über die Initiative wird am 25. November abgestimmt. Sie verlangt, dass der Grosse Rat über die Lehrpläne befindet und dass die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit einem fakultativen Referendum ein Mitspracherecht erhalten. «Dies wäre ein zu grosser Eingriff in die Autonomie der Bündner Schule», so Locher Benguerel. Der Schule gehe es besser, wenn sie nicht zum Spielball der Politik werde, lautet denn auch in Hauptargument gegen die Doppelinitiative.

Locher Benguerel ist seit drei Jahren Präsidentin des Legr. Sie wurde an der Delegiertenversammlung in Ilanz in ihrem Amt bestätigt.

Ursina Straub schreibt als Redaktorin der «Südostschweiz» für den Regionalteil der Zeitung und für Online. Ihre Themenschwerpunkte sind Landwirtschaft, Alp, Jagd, Grossraubtiere, Natur; zudem berichtet sie regelmässig aus dem Grossen Rat. Die gelernte Journalistin, diplomierte Landwirtin und Korrektorin EFA ist auch Leiterin Qualität. Mehr Infos

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