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Schmitten ist in den Startlöchern

Vergangene Woche wurde bekannt, dass der Kleine Landrat der Nachbargemeinde Schmitten eine Offerte zur Beschulung derer Kinder in Davos unterbreitete. Dort zeigt man sich erfreut über das Angebot. Mit dem Schulwechsel könnte es sogar schnell gehen.

Andri
Dürst
07.02.23 - 17:00 Uhr
Politik
Die ersten Schmittner Kinder könnten bereits ab Herbst in Davos beschult werden.
Die ersten Schmittner Kinder könnten bereits ab Herbst in Davos beschult werden.
Archiv SO

Nachdem das Verwaltungsgericht den vom Kanton aufoktroyierten Beschulungszwang für Schmittner Schüler in der Gemeinde Albula/Alvra für unrechtmässig erklärt hatte, konnten die Gemeinden Davos und Schmitten wieder Gespräche über eine schulische Zusammenarbeit aufnehmen, wobei stets klar kommuniziert wurde, dass eine Gemeindefusion kein Thema sei. Kürzlich hat der Kleine Landrat nun dem Schmittner Gemeindevorstand eine Vollkostenrechnung für eine Beschulung in der Volksschule Davos zukommen lassen (siehe DZ vom 3. Februar).

«Der Vorstand der Gemeinde Schmitten begrüsst den Grundsatzentscheid des Kleinen Landrates im Interesse der ­Eltern und Kinder sowie der Gemeinde Schmitten», teilen Gemeindepräsident Marc Fürsinger und Vorständin Tina Caspar gegenüber der DZ mit. Denn nun steht dem Vorhaben, die Schmittner Kinder in Davos statt in Albula/Alvra beschulen zu lassen, wohl nichts mehr im Wege. Auf die Frage, wie es nun weitergeht, antworten die beiden Gemeindevorstände: «Der nächste Schritt für die Gemeinde liegt in der Detailplanung mit der Gemeinde ­Davos und der Orientierung der Schmittner Bevölkerung.» Man sei optimistisch, in naher Zukunft zu einem Abschluss zu kommen. «Unser Ziel liegt darin, baldmöglichst einen Vertrag mit der Gemeinde Davos abschliessen zu können, um die Kündigungstermine einzuhalten». Ein Schulwechsel für die Kindergarten- und Primarschüler liesse sich bereits auf Herbst 2023 realisieren, für die Oberstufe dann auf Herbst 2024. Zu anderen Fragen, beispielsweise, ob für den Schulwechsel noch ein Verdikt der Gemeindeversammlung notwendig sei, könne man zur Zeit keine näheren Auskünfte geben.

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