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Wenn es nach den Davosern gegangen wäre ...

Wenn es nach den Davosern gegangen wäre ...

… wäre es abgesehen vom CO2-Gesetz so herausgekommen, wie auch der Kanton und der Bund entschieden haben.

Andri
Dürst
vor 3 Monaten in
Politik
Vier Mal Ja lautete das Verdikt in Davos.
ad

Allerdings basiert dieses «Ausscheren» auf einem Zufallsresultat. 2065 Ja-Stimmen (50.19 Prozent) standen 2049 Nein-Stimmen (49.81 Prozent) gegenüber. Deutlich waren hingegen die Ergebnisse bei den anderen Vorlagen: Die beiden Agrar-Initiativen wurden mit je 62 Prozent abgelehnt, das Covid-19- und das PMT-Gesetz dafür mit rund 62 Prozent angenommen.

Noch deutlicher fielen die Entscheide zu den beiden ersten kantonalen Vorlagen aus: Das Wahlsystem wurde mit wuchtigen 87 Prozent angenommen. Davos wäre bei einer Ablehnung wohl besonders betroffen gewesen, da aller Wahrscheinlichkeit nach die Gemeinde in drei Wahlkreise hätte aufgesplittet werden müssen. Doch nun kann bereits nächstes Jahr mit dem neuen Doppelproporz-System gewählt werden. Die Jagdinitiatve wurde mit 79 Prozent bachab geschickt. Knapper wurde es bei der Aufhebung der Mutterschaftsbeiträge: Dort legten 52 Prozent ein Nein in die Urne.

Vier Mal Ja in Davos

Keine Überraschungen gab es bei den kommunalen Sachgeschäften, die allesamt Teilrevisionen der Ortsplanung betrafen. Einzig bei der ersten Vorlage, derjenigen zum Zentrum Guggerbach, gab es im Vorfeld Opposition. Unter anderem äusserten sich einige Personen mittels Leserbrief in der DZ zu Worte, um ihren Unmut zum wahrscheinlichen Abbruch des Chalet Boner zum Ausdruck zu bringen. Doch das alles konnte der Vorlage nichts anhaben, und sie wurde mit 85 Prozent Ja-Anteil deutlich angenommen. Die Pistenverlegung Palüda fand die Gunst von 82 Prozent der Stimmenden. Der Festlegung des Gewässerraums bei der Gadastatt stimmten 80 Prozent zu, der dortigen Zuweisung zur Landwirtschaftszone gar 85 Prozent.

Stimmbeteiligung kann sich sehen lassen

Am meisten mobilisieren konnten in Davos die eidgenössichen Vorlagen. Jeweils rund 61 Prozent der Stimmberechtigten nahmen an diesen Abstimmungen teil. Die kantonalen Vorlagen lockte jeweils mindestens 56 Prozent an die Urne, respektive an den Briefkasten. In einem ähnlichen Rahmen bewegen sich die Zahlen bei den kommunalen Vorlagen. Obschon mit insgesamt 12 teils komplexen Geschäften eine hohe Verantwortung auf dem Davoser Souverän lastete, liessen sich viele nicht abschrecken und nahmen an der Abstimmung teil.

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