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Bündner Regierung will Klarheit für die Bergbahnen

Einmal im Monat informiert die Bündner Regierung über die aktuelle Lage im Kanton. Auch heute Dienstag hat sie sich gegenüber den Medien betreffend der Coronavirus-Situation geäussert. Hauptthemen waren die Wiedereröffnung der Betriebe, Geschäfte und Schulen.

Südostschweiz
Dienstag, 12. Mai 2020, 14:56 Uhr Der aktuelle Corona-Stand im Kanton
Die Regierung hat zur aktuellen Lage im Kanton informiert.
SCREENSHOT/YOUTUBE

Bereits seit längerer Zeit ist die Corona-Ansteckungswelle in der Schweiz am abflachen. Mit der Öffnung der Geschäfte, Restaurants, Bibliotheken und obligatorischen Schulen am Montag wurde der erste Schritt zurück zur Normalität getätigt. Laut Regierungsrat Peter Peyer sind momentan zwölf Personen wegen des Coronavirus im Kanton Graubünden in Spitalpflege. Bereits seit dem 27. April haben die Spitäler im Kanton ihren Betrieb wieder schrittweise aufgenommen. Sie seien aber für den Fall einer zweiten Welle vorbereitet, so Peyer.

Arbeitslosenzahl soll wieder sinken

Durch die Schliessung der Betriebe und Geschäfte Mitte März ist die Arbeitslosenquote im Kanton gestiegen. «Mit der gestrigen Wiedereröffnung gehen wir davon aus, dass die Arbeitslosenzahl nach unten korrigiert werden kann», sagte Regierungsrat Marcus Caduff am Dienstag gegenüber den Medien. Bisher wurden laut Caduff 36,8 Millionen Franken an Kurzarbeit-Entschädigung ausgezahlt. Für Betriebe, welche die Schutzvorkehrungen nicht einhalten könnten, sei die Kurzarbeit-Entschädigung weiterhin möglich. Alle anderen Betriebe müssten die Arbeit seit Montag wieder aufnehmen. Mit geplanten Impulsprogrammen soll die Wirtschaft angekurbelt werden. «Bauchschmerzen bereitet mir der kommende Winter, da die internationalen Gäste voraussichtlich wegbleiben», so Caduff zum Thema Tourismus und Gastronomie.

Keine Perspektive für die Bergbahnen

Die Bergbahnen mussten die Wintersaison frühzeitig abbrechen und haben nach wie vor keine Informationen bezüglich einer möglichen Wiedereröffnung. «Wir haben den Bundesrat deshalb gebeten, möglichst rasch Klarheit zu schaffen, wann die Bergbahnen öffnen können», sagte Caduff. Ebenfalls wird der Bund laut Regierungsrat Mario Cavigelli gemeinsam mit den Kantonen und den Transportverbänden eine Lösung zu den Ertragsausfällen des Öffentlichen Verkehrs suchen.

Zum Schulbetrieb sagte der zuständige Regierungsrat Jon Domenic Parolini: «Das Schuljahr 2019/20 wird vollständig anerkannt und alle Schüler erhalten ein Zeugnis.» Das Abschlusszeugnis stütze sich auf die Leistungen vor dem Fernunterricht und danach. Zu der aktuellen Lehrstellensituation verzeichne das Amt für Berufsbildung beinahe die gleiche Zahl an ausgeschriebenen Lehrstellen wie letztes Jahr, so Parolini. (abr)

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