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Kommentar

Graubünden, aufwachen!

Reto
Furter
Sonntag, 15. März 2020, 21:49 Uhr
Corona Virus
Medienorientierung der Bündner Regierung in Sachen Coronavirus am 13. März 2020.
THEO GSTÖHL

Nichts geht mehr, und was heute Vormittag bis zwölf Uhr noch möglich ist im Kanton, geht dann auch zu Ende, sicher bis Ende April. In Europa herrscht das Coronavirus, die Pandemie lässt fast nichts mehr von dem zu, was das Leben bei uns bis vor Kurzem ausgemacht hat. Das öffentliche Leben steht still, nichts geht mehr, die offene Gesellschaft ist zu einer geschlossenen Gesellschaft geworden, es herrscht Notrecht, wie hierzulande seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. 

Gegen das Coronavirus ist nach wie vor kein Kraut gewachsen, auch wenn mit Hochdruck geforscht wird. Waschen Sie – Sie und ich, wir alle! – die Hände, meiden wir Ansammlungen und Körperkontakt, bleiben Sie zu Hause bei Fieber und Husten, schützen wir die Risikogruppen und helfen wir, wo es geht! Viel mehr kann die Bevölkerung nicht tun, aber diese wenigen Massnahmen tragen dazu bei, dass uns die Pandemie verzögert ergreift und das Gesundheitssystem dadurch nicht kollabiert. Hoffentlich.

Vorbei ist die Zeit jener, die glauben, es sei doch gar nicht so schlimm. Die noch immer davon schwätzen, dass die Massnahmen von Bund und Kanton mehr schaden würden als nützen, die noch immer den Ernst der Lage nicht begriffen haben und das vermeintliche Interesse der Wirtschaft höher gewichten als jenes der Gesundheit. Es geht jetzt nicht mehr darum, dass man das Wirtschaftswachstum nicht gefährden dürfe, sondern es geht um sehr viele Menschenleben, die dem Virus zum Opfer fallen, auch in Graubünden.

Auch die Bündner Regierung hat den Ernst der Lage jetzt erkannt, nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten. Das ist erfreulich – aber diese Feststellung kann leider nicht übertünchen, dass der Kanton und seine sehr zahlreichen politischen Institutionen und Ebenen insgesamt auf die Krise zu wenig vorbereitet sind. Das ist weniger erfreulich.

Kontaktieren Sie unseren Autor zum Thema: reto.furter@somedia.ch

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Wegen einem Grippevirchen so ein Aufstand zu machen ist völlig übertrieben. Gut: Es spricht niemand mehr über die Klimaaktivisten und die Börse hat gedreht. Aber das Virus wird bleiben - und nächstes Jahr kommt ein anderes. Alte Leute werden bei der Grippe Todeskandidaten bleiben, das war noch nie anders.

Mal ein Rückblick auf die Vogelgrippe 2015:
Nach dem Auftreten des H5N1-Virus (der sogenannte Vogelgrippe) im Mai 2005 wurde – aufgrund der Warnung des damaligen Impfdirektors der WHO, Klaus Stöhr, vor einer möglichen weltweiten Grippeepidemie («bis zu 7 Millionen Tote») – von Regierungen für Millionen die Grippemittel Tamiflu und Relenza angeschafft. Die Herstellerfirmen Roche (Schweiz) und GlaxoSmithKline (Grossbritannien) verzeichneten Rekordprofite. Zwar verbreitete sich das Virus weltweit, jedoch kam es nur selten zu Erkrankungen beim Menschen, sodass weltweit nur 152 Menschen an der «Vogelgrippe H5N1» verstarben, weit weniger als bei einer saisonalen Grippe. Über drei Viertel der angelegten Vorräte an Tamiflu und Relenza wurden nicht benötigt und nach Ablaufen ihres Haltbarkeitsdatums vernichtet. 2007 wechselte Klaus Stöhr von der WHO zum Schweizer Pharmakonzern Novartis.

https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Corona-Virus-Das-Dilemma-…

Wird es bei Corona nicht ähnlich abgehen?
Sehenswertes Video zu der Corona Hysterie:

Dr. Rolf Kron spricht Klartext - Der Corona Virus ist ein Schwindel mit System

https://www.youtube.com/watch?v=8LlHFDhejKU&list=PLZHj_T7f_WNfxzd7r9c3M…

Generell finde ich, dass kritischen Stimmen gegen Corona viel zu wenig Beachtung geschenkt wird!

Dann empfehle ich Ihnen, z.B. nach Bergamo zu reisen um sich die tatsächliche Situation in den Spitälern anzusehen. Traurig, dass solche Verschwörungstheorien kursieren und somit indirekt die Meinung verbreiten, dass man sich nicht an die strengen Vorschriften halten müsse.

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