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Sondierungen sollen Klarheit schaffen

Die Stadt Chur saniert den belasteten Boden der Schneedeponie. Allerdings kam bei Untersuchungen des Geländes eine weitere mögliche Altlast zum Vorschein: eine Mülldeponie.

Ursina
Straub
Mittwoch, 12. September 2018, 04:30 Uhr Schneedeponie
Der Boden der Schneedeponie am Reitnauerweg in Chur.
OLIVIA ITEM

Man wisse zwar nie, worauf man bei Bodenuntersuchungen stosse, sagt Davina Pollock vom kantonalen Amt für Natur und Umwelt. Aber: «Dass eine Mülldeponie zum Vorschein kommt, ist schon ungewöhnlich.»

Auf die ehemalige Kehrichtdeponie ist das Umweltamt auf dem Gelände der Churer Schneedeponie am Reitnauerweg neben der Kläranlage gestossen. Der Boden der Schneedeponie soll nämlich saniert werden. Jahrelang sind mit der Schneeschmelze im Frühling Schadstoffe wie Feinstaub in den Boden gelangt. Zudem ist der Schnee von Churs Strassen mit Abfällen wie Zigarettenstummeln und mit Salz durchsetzt. Noch ist nicht klar, wie stark belastend die Mülldeponie für den Boden ist. Die Resultate dieser Sondierungen stehen stehen noch aus.

Halbwegs Entwarnung gibt das Umweltamt bei den übrigen Bodenuntersuchungen.

Entsorgung im Kanton analysiert

Zurzeit steckt die Stadt Chur mitten in der Planung, die Schneedeponie umweltverträglicher zu machen. Dabei wird auch geprüft, wie das Gelände der Schneedeponie im Sommer genutzt werden kann.

Das kantonale Umweltamt hat nicht nur die Churer Schneedeponie untersucht, sondern im Zuge dieser Sanierung die Schneeentsorung im ganzen Kanton unter die Lupe genommen.

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