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Hornkuh-Initiant will Taminser Alp anzeigen

Armin Capaul, der Urheber der Hornkuhinitiative, ist wütend. Er will nicht hinnehmen, dass auf der Taminser Alp keine behornten Kühe mehr gesömmert werden.

Ursina
Straub
Freitag, 13. Juli 2018, 04:30 Uhr «Alpverbot» für behornte Milchkühe

Die Alpgenossenschaft Tamins hat beschlossen, dass behornte Milchkühe nicht mehr auf die Alp dürfen. Dagegen will Armin Capaul vorgehen. Für den Bauern aus dem Berner Jura ist das Thema nicht Neuland: Er hat schon die Hornkuhinitiative praktisch im Alleingang gestemmt.

«Da mir ganze Kühe am Herzen liegen, setze ich mich für ihre Rechte ein.»

Capaul hat wegen des Beschlusses der Alpgenossenschaft am Mittwoch die Gemeinde Tamins angeschrieben sowie den Bündner Bauernverband, das kantonale Amt für Landwirtschaft und Geoinformation und das Bundesamt für Landwirtschaft. Capaul will wissen, mit welchem Recht dieser Entscheid gefallen sei und ob er überhaupt zulässig sei. Der Hornkuhinitiant will weiter wissen, ob trotz dieses willkürlichen Entscheids Sömmerungsbeiträge ausbezahlt werden dürfen. Und ob es einen Sozialplan gebe. «Da mir ganze Kühe am Herzen liegen», so Capaul, «setze ich mich für ihre Rechte ein.»

Kein Anlass, zu handeln

Das kantonale Amt für Landwirtschaft und Geoinformation sieht allerdings keinen Grund zu handeln. Und für Bauernpräsident Thomas Roffler ist Tamins ein Einzelfall. «Ich sehe keine Tendenz, dass künftig nur noch hornlose Kühe gealpt werden dürfen», meint er.

Von der Alpgenossenschaft und der Gemeinde Tamins kommt wenig Klärendes. Jedes Jahr könne nur ein Teil der Taminser Milchkühe gealpt werden, heisst es. Es gebe mehr Milchkühe im Dorf als Sömmerungsplätze auf der Alp.

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