Iseli legt nach, der Lia Rumantscha reichts
Die Bündner Volksseele kocht. Leser äussern sich empört über die Aussagen des Berner SVP-Stadtrats Roland Iseli zu romanischen Medien. Und der legt gar noch ein Brikett nach. Jetzt hat die Lia Rumantscha genug.
Die Bündner Volksseele kocht. Leser äussern sich empört über die Aussagen des Berner SVP-Stadtrats Roland Iseli zu romanischen Medien. Und der legt gar noch ein Brikett nach. Jetzt hat die Lia Rumantscha genug.
Die Aussagen des Berner SVP-Stadtrats Roland Iseli erhitzen weiter die Gemüter. Auf «suedostschweiz.ch» äussern Leser ihren Unmut – und finden deutliche Worte: Donat Rischatsch beispielsweise klassifiziert Iselis Äusserungen als «eines Berner Stadtrats und Vertreters eines zweisprachigen Kantons unwürdig und zugleich unschweizerisch». Ihn überrascht an den Aussagen, dass sie notabene von einem Exponenten derjenigen Partei stammen würden, die gerne vorgebe, für schweizerische Werte einzustehen.
Rischatsch schlägt den beiden Bündner SVP-Nationalräten Magdalena Martullo und Heinz Brand im Weiteren vor, Iseli «zwecks Horizonterweiterung» bald einmal nach Graubünden einzuladen.
Genug hat auch Herbert Haumtratz. Dass die SVP nun gegen eine Landessprache ziele, «schlägt dem Fass den Boden aus». Er hält das Bündner Stimmvolk in der Folge dazu an, diesem Umstand bei den nächsten Wahlen Rechnung zu tragen.
«Mit Rätoromanisch kommt man nirgends hin»
Und Iseli? Der legt unterdessen noch ein Brikett nach. Trotz der Kritik in den Medien hält er an seiner Meinung fest und führt gegenüber dem Onlineportal «Watson» aus: «Mit Rätoromanisch kommt man heute in der Schweiz nirgends hin.» Dass es in der Schweiz nicht ausreiche, nur Romanisch zu sprechen, stehe für ihn ausser Frage. «Oder versuchen Sie mal, in dieser Sprache auf einer Berner Bank Geld abzuheben.»
Noch am Mittwoch nahm man seitens der rätoromanischen Sprachorganisation Lia Rumantscha (LR) gelassen von Iselis Äusserungen Kenntnis. Aber jetzt hat man genug. «Die Schmerzgrenze ist erreicht», sagt Andreas Gabriel. Für den Sprecher der LR sind die neuerlichen Aussagen für einen politischen Vertreter «unhaltbar und stossend». Iseli verlasse damit die politische Debatte um die No-Billag-Initiative. Und zwar mit einer haltlosen Aussage zu den Rätoromanen, die nichts mehr mit der Sachdiskussion zu tun habe. «Das ist eine abschätzige Diskussion gegenüber einer Sprach- und Kulturgruppe, was für uns so inakzeptabel ist.»
Iseli rüttelt laut Gabriel genau an den Grundfesten, die seine Partei sonst hochhält. Und das sorge für heftige Reaktionen. Iseli nähre den Boden für gehässige Aussagen in den sozialen Medien. Er habe gar Kommentare gelesen, in denen in Bezug auf die Romanen von Randständigkeit die Rede sei. «Das sind ausgrenzende Bemerkungen, die in einer politischen Diskussion nichts verloren haben.»

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Liebe Bündner Freunde. Dann…
Liebe Bündner Freunde. Dann entmachtet bitte sofort als Erstes den Geschäftsführer des Bündner Gewerbeverbandes. Herrn Michel kümmert sich offensichtlich einen Dreck um rätoromanische Radio- und Fernsehprogramme. Der gesamte Gewerbeverband ist ein Skandal. Herr Bigler macht was er will, ganz unter dem Motto "Le Gewerbeverband, c'est moi". Es kümmert ihn überhaupt nicht, dass der Vorstand des Gewerbeverbandes beschlossen hat, sich nicht an vorderster Front im Abstimmungskampf zu engagieren und es innerhalb des Gewerbeverbandes viele Mitglieder gibt, die sich explizit gegen die NoBillag Initiative ausgesprochen haben. Er operiert bewusst mit falschen Zahlen und grotesken Lösungsvorschlägen. Wie lange schauen die Mitglieder und der Vorstand diesem monomanen und verantwortungslosen Treiben noch zu ????
Von mir aus kann man diesen …
Von mir aus kann man diesen Romanischen Sender durchaus Abschalten, die Rätoromanen sind ein Ulkiges Volk,? Sie wollen alles haben, kommt Konstruktiver Gegenwind dann sind sie eingeknickt und machen auf beleidigt.
Was genau ist daran …
Was genau ist daran “konstruktiv“? Haben Sie das Wort mal nachgeschlagen?
Und was bitteschön soll da…
Und was bitteschön soll da konstruktiv sein?
Am besten schaffen wir die…
Am besten schaffen wir die französisch- und italienischsprachen Programme der SRG auch gleich ab. Um Minderheiten können wir uns in diesen schweren Zeiten leider nicht kümmern... Hauptsache, wir Deutschschweizer zahlen künftig gar nichts mehr. Es lebe die Mehrheit!