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Geld ist nicht alles, es braucht auch gute Infrastruktur

Nach der Gemeindefusion 2016 steht die Gemeinde Surses finanziell gut da. Allerdings müssen damit einige Investitionen gemacht werden.

Victoria
Sutter
22.08.17 - 19:57 Uhr
Politik
Die Gemeinde Surses schliesst die erste Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 10.8 Millionen ab.
Die Gemeinde Surses schliesst die erste Jahresrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 10.8 Millionen ab.
VICTORIA SUTTER

Am 1. Januar 2016 haben sich Salouf, Riom-Parsonz, Cunter, Savognin, Tinizong-Rona, Mulegns, Sur, Marmorera und Bivio zur Gemeinde Surses fusioniert. Die erste Jahresrechnung zeigt, dass es finanziell kein Schuss in den Ofen war: Die Gemeinde hat einen Ertragsüberschuss von 10.8 Millionen Franken.
Dieses «äusserst erfreuliche Ergebnis» sei auf den Fusionsvertrag von 8.4 Millionen Franken und auf die Mehreinnahmen aus dem Fiskal- und Konzessionsertrag zurückzuführen, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.

Mit der Gemeindefusion wurde auch auf das neue Rechnungslegungsmodell HRM2 umgestellt. Dadurch erfolgte eine Neubewertung des Finanzvermögens, der Rückstellungen und der Rechnungsabgrenzungen.
Insgesamt müssen Brutto rund 7.88 Millionen Franken in Strassen und Plätze, in Forststrassen und in die Wasserversorgung investiert werden.

Keine Steuersenkung in Sicht

Obwohl die Finanzlage aktuell gut aussieht, will die Gemeinde den Steuerfuss nicht senken. Zuerst müsse die Tendenz über mehrere Jahre hinweg beobachtet werden. Zudem sei die Gemeinde mit einem grossen Investitionsvolumen konfrontiert, welches finanzielle Ressourcen abverlange. Beispielsweise will die Gemeinde das Schulhaus Grava in Savognin um- und ausbauen, die Wasser-, Abwasser- und Stromversorgungsbetriebe erneuern und in den Tourismus investieren.

Zudem müsse in den nächsten Jahren mit weniger Einnahmen aus Steuern und – je nach Entscheid der Bundespolitik – aus Wasserrechtszinsen ausgegangen werden, heisst es in der Mitteilung weiter.
«Wegen der Zweitwohnungsinitiative rechnen wir mit weniger Steuereinnahmen», erklärt Gemeindepräsident Leo Thomann. «Es wird weniger Arbeitsplätze in der Gemeinde geben.»

Verkauf eines Baurechts-Grundstück

Die erste Jahresrechnung wurde an der gestrigen Gemeindeversammlung ohne Gegenstimme genehmigt. Ebenso wurde dem Verkauf des Baurechts-Grundstücks «Plaz la Rezgia» in Tinizong zugestimmt. Das Grundstück mit einer Fläche von 1102 m2 wird für 55 100 Franken an die Firma Caspar Haustechnik AG verkauft. Die Fläche befindet sich in der Industriezone Gravas in Tiniziong.

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