×

Eine Viertelmillion für künftige Diavolezza Lagalb AG

Die schliessungsbedrohte Pontresiner Lagalbbahn soll mit einem Tausch gerettet werden. Damit dieser Tausch ermöglicht werden kann, muss das Aktienkapital aufgestockt werden - die Gemeindeversammlung in Pontresina akzeptiert dies ohne Gegenstimme.

Victoria
Sutter
08.04.17 - 11:42 Uhr
Politik
Die Gemeindeversammlung steht hinter der Lagalb. PRESSEBILD
Die Gemeindeversammlung steht hinter der Lagalb. PRESSEBILD

Die Hauptaktionäre der St. Moritzer Luftseilbahn Piz Nair tauschen diese bei der Engadin St. Moritz Mountains AG gegen die Luftseilbahnen Diavolezza und Lagalb ein. Somit erhält die schliessungsbedrohte Pontresiner Lagalbbahn per 01. Juni 2017 einen neuen Eigentümer.

 

Um diesen Anlagenwechsel möglich zu machen, muss das Aktienkapital um 1,43 Millionen Franken aufgestockt werden. Die Gemeinde Pontresina soll sich dabei mit 250'000 Franken beteiligen, so der Vorschlag des Gemeindevorstandes.

 

An der Gemeindeversammlung von Donnerstagabend stimmten 95 Stimmberechtigte ohne Gegenstimme für den Vorschlag.

 

Revisionen wurden angenommen

 

Auch die Revision der «Verordnung über das Halten von Hunden in Pontresina» wurde ohne Vorbehalt angenommen. Die alte Hundevordnung ist aus dem Jahre 1965 und musste an die geänderten Vorgaben von Tierschutz-, Veterinär- und Jagdverordnung angepasst werden. Wesentliche Änderungen sind die Kotaufnahme- und Leinenpflicht im Siedlungsgebiet.

 

Auch die Revision des Feuerwehrgesetzes kam durch: das bisherige Gesetz von 2012 hatte technische Fehler, Bestimmungslücken und Unschärfen drin. Das neue Gesetz ist weitgehend deckungsgleich mit dem Gesetz der Gemeinde Samedan, die mit Pontresina die Feuerwehr gemeinsam betreibt.

 

Leistungsvereinbahrung ebenfalls genehmigt

 

Oppositionslos genehmigt wurden Leistungsvereinbarungen der Gemeinde mit dem Verein Kulturarchiv Oberengadin und mit der Stiftung Engadiner Museum für die Leistungen des regionalen Kulturarchivs in Samedan und für die Führung des Regionalmuseums in St. Moritz nach der Auflösung des Kreises Oberengadin zum Jahresende. Der Kreis war bisher der Träger der beiden Institutionen. Die gegenseitigen Leistungen sind ungefähr die gleichen wie bisher.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Politik MEHR