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Prämien werden im Glarnerland 4,8 Prozent teurer

Die Krankenkassenprämien werden im nächsten Jahr auch im Kanton Glarus teurer. Mit einem Anstieg von durchschnittlich 4,8 Prozent schneidet das Glarnerland aber besser ab als fast alle Kantone.

Südostschweiz
27.09.22 - 14:31 Uhr
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Anstieg: Die Durchschnittsprämie kostet nächstes Jahr 4,8 Prozent mehr im Glarnerland.
Anstieg: Die Durchschnittsprämie kostet nächstes Jahr 4,8 Prozent mehr im Glarnerland.
Bild Keystone/Christian Beutler

Im Glarnerland steigen die Prämien für die Krankenkassen nächstes Jahr beträchtlich an. Das berichtet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Die Durchschnittsprämie wird 4,8 Prozent teurer. Damit schneidet Glarus besser ab als fast alle Kantone. Landesweit steigen die Prämien um 6,6 Prozent an.

Nur in Basel Stadt und in Genf wächst die Durchschnittsprämie über alle Altersklassen weniger stark als in Glarus. Auch in der Altersklasse der Erwachsenen ab 26 Jahren (plus 4,7 Prozent) weisen nur diese beiden Kanton bessere Werte aus. In den Alterklassen der Kinder und der jungen Erwachsenen hat Glarus mit einem Prämienanstieg von 3,3 respektive 1,5 Prozent gar das geringste Kostenwachstum.

Bei den zu bezahlenden Prämien belegt das Glarnerland keine Spitzenplätze. Es gehört aber in allen Altersklassen zum günstigsten Drittel aller Kantone.

Die mittlere monatliche Prämie beträgt 2023 für Erwachsene ab 26 Jahren 347,1 Franken, 50 Franken weniger als im nationalen Durchschnitt. Junge Erwachsene bezahlen 237,7 Franken (schweizweit 279,9 Franken) und für Kinder bis 18 Jahre Alter beläuft sich die Prämie auf 85,1 Franken (schweizweit 105 Franken). Bei der Berechnung der mittleren Prämien wurden sowohl die verschiedenen Wahlfranchisen berücksichtigt als auch die Spar-Modelle.

Der Glarner Landammann und Gesundheitsdirektor Benjamin Mühlemann (FDP) sieht den Hauptgrund für das vergleichsweise gute Abschneiden in der Prämienberechnung des Bundes. «Während der Pandemiejahre war die Kalkulation für den Kanton Glarus wohl näher an der Kostenwahrheit als die für andere Kantone», sagt er zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Darum sei der Nachholbedarf nun kleiner.

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