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Adventszeit auf Sparflamme

Stromsparen ist angesagt. Viele Adventsbeleuchtungen im Glarnerland laufen darum reduziert oder gar nicht. Was das für eine Pfarrerin, einen Deko-Anbieter und einen Brandschutzexperten bedeutet.

Sara
Good
27.11.22 - 04:30 Uhr
News
Reduziert: Die Gemeinde Glarus spart rund 7'700 Kilowattstunden Strom, weil sie auf die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung verzichtet.
Reduziert: Die Gemeinde Glarus spart rund 7'700 Kilowattstunden Strom, weil sie auf die traditionelle Weihnachtsbeleuchtung verzichtet.
Archivbild

Ob in der Beiz, den sozialen Medien oder zu Hause: Das Thema Weihnachtsbeleuchtung wird kontrovers und emotional diskutiert. Besonders nachdem die Glarner Gemeinden angekündet haben, dieses Jahr im Sinne des Stromsparens auf die besinnliche Beleuchtung grösstenteils zu verzichten. Ein Statement mit Signalwirkung oder doch eine effekthascherische Ansage der Politik? Experten und Behörden können nur bedingt voraussagen, wie ungemütlich dieser Winter für uns wird.

Anfang November wurde eine Swissgrid-Studie zur Stromversorgungssicherheit der Schweiz veröffentlicht. Der Bund kommentierte die Ergebnisse und zog aus ihnen den Schluss, dass die Lage «angespannt, aber nicht gravierend gefährdet» ist. Das stelle aber keine Entwarnung dar, wie das Bundesamt für Energie gegenüber «srf.ch» präzisierte. Engpässe können nicht ausgeschlossen werden.

Die Laternen bleiben in diesem Advent nackt. Denn keine Sterne erhellen zusätzlich die Strassen. Zum Teil werden in den Dörfern geschmückte Christbäume aufgestellt oder die Strassen mit Laternen aufgehübscht. Dabei dürften sich viele nach einer unbeschwerten Adventszeit sehnen, einer kurzen Verschnaufpause, während wir uns von Krise zu Krise hangeln.

Die Technischen Betriebe Glarus Nord sparen durch das Weglassen der Weihnachtsbeleuchtung rund 4500 Kilowattstunden (kWh) Strom, wie sie auf Nachfrage mitteilen. Zum Vergleich: Laut dem Bundesamt für Energie verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt pro Jahr rund 5000 kWh aus. Die Gemeinde Glarus geht davon aus, dass sie durch den Verzicht rund 7700 kWh weniger Strom brauchen. Glarus Süd kann dazu keine Angaben machen.

Serie: Adventszeit und Energiemangellage

Um das kontroverse Thema aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten, haben die «Glarner Nachrichten» mit drei Menschen gesprochen und sie gefragt, welche Bedeutung das Licht in dieser Adventszeit hat. Im ersten Artikel der dreiteiligen Serie gibt Pfarrerin Manja Pietzcker einen Einblick, welche Bedeutung Licht – und in einem weiteren Sinn Beleuchtung – in ihrem Leben haben.

Teil 1: Pfarrerin Manja Pietzcker
Teil 2: Brandschutzexperte Stefan Reithebuch
Teil 3: Deko-Anbieter René Treier-Grünenfelder

Sara Good verantwortet die Glarner Inhalte auf «suedostschweiz.ch». Zudem kreiert sie multimediale Inhalte und schreibt Artikel für die «Glarner Nachrichten». Sie hat den Diplomlehrgang am MAZ absolviert und Multimedia Production in Chur studiert. Mehr Infos

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