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Frische Ideen am Frühlingsfest

Der Auftakt war wenig frühlingshaft, die Besucher kamen erst nur zögerlich: Dieses Wochenende steht ganz im Zeichen des Joner Frühlingsfests. Nicht alles ist altbekannt am traditionellen Anlass.

Ramona
Nock
Samstag, 27. April 2019, 04:30 Uhr Rapperswil-Jona

Der unaufhaltsame Regen am Nachmittag, er dürfte wohl den einen oder anderen abgeschreckt haben. Doch Glück gehabt: Pünktlich zum Feierabend und zum Start des Joner Frühlingsfests zogen sich die Wolken gestern Abend zurück, ja sogar ein paar schwache Sonnenstrahlen blinzelten auf das Markt- und Festgelände.

Entsprechend langsam und zögerlich kam denn auch Leben auf das Areal im Zentrum von Jona. Besucher nutzten den Auftakt des Wochenendes für einen Rundgang durchs Gelände, Familien schlenderten an Marktständen vorbei, Kinder schielten nach verlockend riechender Zuckerwatte. Luftballons hier, bunte Halstücher und glitzernder Schmuck da. In der Luft der Geruch von Grillspiessen, fremdländischen Gerichten, Magenbrot und allerlei Süsskram. Auch wenn so vieles altbekannt ist am traditionellen Fest: Für Einheimische ist es jedes Jahr ein beliebter Treffpunkt, ein Ort zum Austausch und Verweilen.

Jugendliche sammeln Ideen

Wer glaubt, er kenne das Frühlingsfest in- und auswendig, dürfte dieses Jahr eines Besseren belehrt werden. Erstmals am Fest vertreten ist heuer etwa der Jugendrat der Stadt Rapperswil-Jona. In einem Zelt direkt neben der Jona werden kreative Ideen und Wünsche von Jugendlichen für die Stadt zusammengetragen. «Sprayerwand», ist auf einem Zettel zu lesen, daneben: «Waldspielplatz». Weitere Wünsche sind Gratis-ÖV für Schüler, eine Karaokebar, Gratis-Eintritt ins Schwimmbad oder in die Eishalle für Schüler, ein Pumptrack und ein Skatepark. All das wünschen sich die Jugendlichen offenbar für ihren Wohnort.

Doch nicht nur materielle Wünsche haben die 13- bis 18-Jährigen, an die sich der Jugendrat richtet. «Weniger CO2 auf den Strassen», steht da ebenfalls geschrieben. Der Wunsch, sich für die Umwelt und den Klimaschutz zu engagieren, scheint auch bei der städtischen Jugend angekommen zu sein.

Die gesammelten Ideen sollen später via dem Kinder- und Jugendbeauftragten Jürg Wrubel ins Stadthaus getragen werden. «Es wäre cool, wenn etwas davon umgesetzt würde», sagt der 15-jährige Livio Barbi, der im Jugendrat mitmacht.

Während bei den Jugendlichen frische Ideen heranreifen, unterhält Clown Billy die etwas jüngeren Festbesucher. Nicht fehlen darf auch das Bräteln von Schlangenbrot über dem Feuer oder das Erklimmen eines Harassen-Turms bei der Cevi. Und während die Besucher schlendern und geniessen, gerät das wenig frühlingshafte Wetter beinahe in Vergessenheit.

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