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Telemedizin kann Kosten senken

Erste Zwischenresultate einer schweizweiten Studie in fünf Spitälern - darunter die Kantonsspitäler Glarus und St. Gallen - zeigen: Telemedizin kann positive Auswirkungen auf Gesundheitskosten und Hospitalisierungsraten haben.

Südostschweiz
Dienstag, 17. Juli 2018, 13:11 Uhr Studie zeigt:
Kantonsspital Glarus.
Das Kantonsspital Glarus nimmt an der Studie zum Thema Telemedizin und Digitalisierung teil.
SASI SUBRAMANIAM/SYMBOLBILD

Telemedizin kann eine gute Sache sein. Das hat nichts mit Dr. Google und Kopfschmerzen, die zu Hirntumoren werden zu tun, sondern ist das erste Zwischenresultat einer Studie, die von fünf Schweizer Spitälern derzeit durchgeführt wird. Behandlungskosten um 44 Prozent senken und Hospitalisierungen um einen Viertel reduzieren: Das haben telemedizinische Beratungen bei Patienten der Lungenkrankheit Chronic Obstructive Pulmonary Disease (COPD) bewirkt, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

An der Studie sind das Kantonsspital St. Gallen, das Kantonsspital Glarus, das Universitätsspital Zürich, das Kantonsspital Münsterlingen und das Universitätsspital Basel beteiligt. «Wir konnten bisher zeigen, dass wir mit dem Einsatz des elektronischen Gesundheitsdossiers die Lebensqualität von COPD-Patienten erhöhen und Hospitalisationen vermindern können», sagt Studienleiter Dr. med. Frank Rassouli vom Kantonsspital St. Gallen. Jeder vermiedene Notfalleintritt spare dem Gesundheitswesen einige Tausend Franken.

In der Studie wird ein elektronisches Gesundheitsdossier getestet und Möglichkeiten der Digitalisierung im Gesundheitswesen untersucht. Prof. Dr. med. Gregor Zünd, CEO und Vorsitzender der Spitaldirektion des Universitätsspitals Zürich, ist darum vom in der Studie eingeschlagenen Weg überzeugt: «Wir müssen die Digitalisierung in der Medizin fördern, damit Patienten zunehmend auch zu Hause betreut werden können.» Die Studie dauert noch bis Sommer 2019.

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