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Churerinnen und Churer wählen Stadtpräsidium und das Parlament

Am Sonntag wählen die Churer Stimmberechtigten einen neuen Stadtpräsidenten oder eine neue Stadtpräsidentin. Gleich drei Kandidierende treten an.

Agentur
sda
09.06.24 - 08:10 Uhr
Graubünden
Blick auf das Rathaus in Chur: Hier darf die neue Stadtpräsidentin oder der neue Stadtpräsident sein Büro beziehen.
Blick auf das Rathaus in Chur: Hier darf die neue Stadtpräsidentin oder der neue Stadtpräsident sein Büro beziehen.
Bild Archiv

Erste Ergebnisse werden nach 17 Uhr erwartet. Der amtierende Präsident Urs Marti (FDP) muss wegen der Amtszeitbeschränkung seinen Platz räumen. Martis Stellvertreter Patrik Degiacomi (SP) scheint in der besten Position zu sein. Als amtierender Stadtrat ist er seit 2017 im dreiköpfigen Gremium für das Departement Bildung und Kultur zuständig. Seit 2021 vertrat er Marti auch als Stadtpräsident.

Degiacomi gab im Frühling 2023 als Erster seine Kandidatur für das freiwerdende Amt bekannt. Die SP hatte das Präsidium noch nie inne.

Ebenfalls war das Amt noch nie von einer Frau besetzt. Dies möchte die amtierende Stadträtin Sandra Maissen (Mitte) ändern. Die 59-Jährige gehört seit 2020 dem Stadtrat an. Die Juristin und ehemalige langjährige Präsidentin der Pfadibewegung Schweiz leitet gegenwärtig das Departement Bau Planung Umwelt.

FDP will Sitz behalten

Aber auch die Partei des abtretenden Stadtpräsidenten Urs Marti hat sich in Stellung gebracht. Der Churer Gemeinderat Hans Martin Meuli soll für die FDP nicht nur den Stadtratssitz sondern auch gleich das Präsidium verteidigen.

Der langjährige Churer Gemeinderat amtete bereits als Gemeinderatspräsident und war mehrere Jahre Fraktionspräsident der FDP im Stadtparlament.

Wahlen im Stadt- und Gemeinderat

Bei den Gesamterneuerungswahlen könnte es neben dem dreiköpfigen Stadtrat auch zu Verschiebungen im Gemeinderat (Parlament) kommen. In den Gemeinderat drängen sich heuer auch die Gruppierung Freie Liste & Grüne, die bei den letzten Wahlen den Einzug nur knapp verfehlten. Aber auch die SVP und die GLP drängen auf einen Sitz.

Spannend werden könnte es im Gemeinderat bei der Sitzverteilung. Aktuell halten die Bürgerlichen, bestehend aus SVP, FDP und Mitte eine knappe Mehrheit von elf Sitzen. Die anderen zehn Sitze teilen sich SP, Grüne, GLP und Unabhängige.

Zu allen Resultaten geht es hier lang:

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