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Am Montag fahren beim Deponie-Rutsch am Walensee die Bagger auf

Als erste Massnahme nach dem Rutsch auf der Deponie im Gäsi wird ab Montag der Pfropfen in der Linth zum Teil entfernt. Damit soll verhindert werden, dass die Linth über die Ufer tritt.

Daniel
Fischli
10.11.24 - 17:34 Uhr
Glarus
Eingeengte Linth: Auf dem Bild ist gut sichtbar, dass der ins Flussbett verschobene Damm (links) die Linth aufstaut.
Eingeengte Linth: Auf dem Bild ist gut sichtbar, dass der ins Flussbett verschobene Damm (links) die Linth aufstaut.
Bild Linthwerk
Zehn Tage nach dem Rutsch von Deponiematerial im Gäsi sollen jetzt erste Sofortmassnahmen ergriffen werden. Wie die Linthverwaltung und die Betreiberin der Bauschutt- und Aushub-Deponie am Sonntagnachmittag mitgeteilt haben, fahren am Montag die Bagger auf.

Durch den Rutsch ist der rechtsseitige Damm der Linth in Richtung Flussmitte verschoben worden. Das Wasser wird dadurch zum Teil aufgestaut und fliesst über das linksseitige Vorland. Nun soll der Pfropfen teilweise entfernt werden, wie es in der Medienmitteilung heisst. Auf diese Weise erhöhe sich die Abflusskapazität deutlich und sei auch bei Regen wieder gewährleistet. Gleichzeitig könne das Vorland am linken Linthufer, das zurzeit noch unter Wasser stehe, wieder trockengelegt werden, wodurch auch die Dämme entlastet würden. «Mit einer sorgfältigen und behutsamen Vorgehensweise wird sichergestellt, dass die Stabilität des Hangs nicht beeinträchtigt wird und dass es im Escherkanal zu keiner Erosion kommt», heisst es in der Medienmitteilung. Die Arbeiten würden voraussichtlich einige Tage dauern. Eine vollständige Entfernung des Materials in der Linth – es handelt sich laut den Verantwortlichen um Teile der Böschung und des Uferwegs, aber nicht um Deponiematerial – sei nicht möglich, weil sonst von oben Deponiematerial nachrutschen würde.

Grafik Linthverwaltung

Deponie-Betreiberin stabilisiert den Hang

Die Ardega-Deponie arbeite «mit Hochdruck» an der Stabilisierung des Hangs, wird mitgeteilt. Es werde ein Sicherungselement errichtet, welches ein Nachrutschen von Deponiematerial bei starkem Regen verhindern soll. Nach den angekündigten ersten Bauarbeiten am Escherkanal liessen sich dann weitere Massnahmen umsetzen.

Die Linthuferwege im Bereich des Erdrutsches zwischen der Vrenelibrücke und der Linthmündung am Walensee sind laut der Mitteilung weiterhin für die Öffentlichkeit gesperrt.

Daniel Fischli arbeitet als Redaktor bei den «Glarner Nachrichten». Er hat Philosophie und deutsche Sprache und Literatur studiert. Mehr Infos

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