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Swiss Skills: Die Biltnerin Alina Kamm räumt bei den Hotelfachfrauen ab

Alina Kamm aus Bilten gewinnt an den Swiss Skills die Goldmedaille und wird als Hotelfachfrau Schweizermeisterin. Die 18-Jährige erzählt, wie sie die schwierigen Aufgaben gemeistert hat.

Südostschweiz
24.09.25 - 11:00 Uhr
Glarus

Ilaria Cantelmo

Am vergangenen Samstag fand auf dem Bernexpo-Areal die Siegerehrung der Swiss Skills statt. Bei diesem Wettbewerb wurden aus über 1000 Jungtalenten in mehr als 90 verschiedenen Berufen die neuen Schweizermeisterinnen und Schweizermeister gekürt. Auch die 18-jährige Alina Kamm aus Bilten gehört zu den Siegerinnen.

Ihre Lehre hat sie im vergangenen Sommer als Hotelfachfrau beim Hotel Continental Park in Luzern mit der kantonalen Bestnote 5,6 abgeschlossen. Ihre Berufsschullehrerin und ihre Mitarbeitenden überzeugten sie, bei den Swiss Skills teilzunehmen. «Zuerst war ich mir nicht so sicher, aber es hat mich schon gereizt, daran teilzunehmen», so Kamm. «Deshalb dachte ich: Ich habe nichts zu verlieren. Im Gegenteil, ich mache eine neue Erfahrung.»

Alle Konkurrentinnen hinter sich gelassen

Im vergangenen Winter bewarb sie sich. Zuerst stand eine Vorausscheidung an, bei der sie auch ihre Konkurrentinnen kennenlernte. Danach wurden die acht Besten ausgewählt. Mithilfe eines Dossiers konnte sie sich ein halbes Jahr lang auf verschiedene Aufgaben wie Bügeln oder einen Knopf annähen vorbereiten.

Am letzten Donnerstag war es so weit: Kamm trat im Viertelfinale an. Ihre Aufgaben waren unter anderem, ein Zimmer zu reinigen und es nach einem vorgegebenen Thema einzurichten. Mit ihrer Leistung schaffte sie es am Freitag ins Halbfinale und am Samstag ins Finale, bei dem sie dann den 1. Platz im Bereich Hotellerie-Hauswirtschaft machte.

Unter wachsamen Augen

Nervosität habe aber auch dazugehört, vor allem als ihr zwei Experten und Publikum zusahen. Es sei aber auf die Aufgabe angekommen: «Beim Einrichten des Zimmers war ich eher weniger nervös. Dort wusste ich genau, wie ich es machen musste und wohin alles gehört», erzählt sie mit Stolz. «Als ich ein Birchermüesli vorbereiten musste, wurde ich nervöser und so kam es im Endeffekt nicht ganz so raus, wie ich es gerne gehabt hätte.»

Alina Kamm stellt ihr Können unter Beweis: Sie richtet ein Zimmer nach Anweisung ein. 
Pressebild

«Dass ich gewinnen würde, hätte ich nicht erwartet», sagt Alina Kamm. Im Finale waren sie insgesamt zu viert. «Im Grossen und Ganzen ist eigentlich alles gut gelaufen, deshalb dachte ich: Für eine Medaille sollte es schon reichen.» Als sie erfuhr, dass sie gewonnen hat, war sie überrascht, aber gleichzeitig auch sehr stolz. «Am selben Abend konnte ich nur sehr schlecht einschlafen, da es so viele Eindrücke auf einmal waren.» Auch am Montag nach dem Wettkampf könne sie es immer noch nicht ganz realisieren.

Zweimal denselben Fehler gemacht

Gelernt und unter Beweis gestellt hat Alina Kamm auf jeden Fall eine Menge. Und einen kleinen Tipp für zukünftige Teilnehmende hat sie auch noch: «Lest die Aufgaben genau durch!» Ihr sei zweimal der gleiche Fehler passiert, wodurch sie sich im Nachhinein aufgeregt habe. 

«Ich bin sehr dankbar für alle Menschen, die mich auf dem Weg unterstützt haben und immer hinter mir gestanden sind. Ich kann es selbst nicht glauben, wie viele Leute mitgefiebert und mir zu meinem Sieg gratuliert haben», sagt Kamm.

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