Zusammenkunft der Krisenmanager
Davos lebt zu einem grossen Teil von seinen Gästen. Deshalb ist es nicht ganz unerheblich, was an den Generalversammlungen von Hotel-Gastro-Davos (HGD) jeweils besprochen wird. Die dort gemachten Aussagen sind ein guter Gradmesser, um die wirtschaftliche Lage des Ortes einzuschätzen. So auch letzten Donnerstagabend: Präsidentin Tamara Henderson berichtete von einer Wintersaison, die gut verlaufen sei. «Wir haben rund 10 Prozent mehr Logiernächte erzielt als im Vorjahr», berichtet sie. Mit dem WEF im Frühling habe man zudem ein schönes «Zückerli» erhalten. «Auch wenn das Jahrestreffen etwas kleiner war als sonst, war es ein schöner Zustupf.»
Gesucht: Mitarbeitende
Als aktuell grösstes Problem bezeichnete Henderson die Mitarbeitersuche. Doch der Situation begegne man nun mit allerlei Mitteln. Henderson selbst ist in einer Arbeitsgruppe tätig, die sich mit der Problematik auseinandersetzt (siehe DZ vom 19. August). Einige Erkenntnisse teilte die Hotelière gleich mit ihren Kolleginnen und Kollegen, wie etwa: «Nicht etwa der Lohn ist für einen Mitarbeitenden das Wichtigste, sondern die Wertschätzung». Eine Idee, die im Winter nun umgesetzt werden soll, sei ein «All-in-one»-Paket, im Rahmen dessen Arbeit-nehmenden ein «Goodie» zugestanden werden soll. «Der Erfolg dieser Idee ist noch offen», meinte Henderson. Was hingegen ein glasklares Problem sei: «In Davos gibt es zu wenig Mitarbeiterwohnungen». Doch auch bei diesem Punkt sei nun etwas «am Tun», sagte sie mit Hinblick auf die letzte Woche verbreitete Medienmitteilung der Gemeinde (siehe DZ vom 26. August). Die Nachwuchs-Thematik betrachtete die Präsidentin durchaus selbstkritisch: «Davos ist leider kein Pionier in diesem Bereich. Wir jammern, dass wir zu wenig Leute haben, aber tun wenig dagegen», stellte sie im Hinblick auf nicht angebotene Lehrstellen klar. Doch nun scheint man die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Zusammen mit der Davoser Schule hätten vier Davoser Hotels einen Anlass organisiert, um den Schülern die Hotellerie-Berufe näherzubringen. Dies sei bei denn Jungen sehr gut angekommen. «Es lohnt sich, solche Anlässe durchzuführen», ist sich die Präsidentin sicher. Darum werde sie im Herbst an einem weiteren Projekt mit den Schulen Davos und Klosters dabei sein.
Drei neue Gesichter im Vorstand
Die statutarischen Geschäfte konnten speditiv abgewickelt werden. Auch die Wahlen erfolgten oppositionslos, und drei neue Gesichter wurden mit Applaus in den Vorstand gewählt. Neu dabei sind Nina Eyer (Restaurant Bergführer), Agnes Kessler (Kesslers Kulm) sowie Mario Gubi (Alpengold). Sie ersetzen die zurückgetretenen Herren Toni Morosani (Wahl zum Präsidenten der Davos Destinations Organisation) und Ingo Schlösser (Wechsel nach Arosa).
Im Anschluss an die GV informierte Petra Ruinatscha-Fausch detailliert über das Coverfestival, bei dem sie als Kommunikationsverantwortliche mitwirkt. Sie zeigte zahlreiche Hintergrundinformationen zum Anlass auf. Im nächsten Jahr wird er vom 30. März bis Sonntag, 2. April durchgeführt. «Es wird sehr toll», versprach Ruinatscha-Fausch. Doch abgesehen vom Fakt, dass es neu zwei Dinnershows geben wird, wollte sie noch nicht allzu viel verraten. Man darf also gespannt sein.
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