Wie aus einer Brache eine Perle wird
Am Mittwochabend war es soweit, und der in den letzten Wochen komplett neu gebaute Pump Track konnte eröffnet werden. Die zahlreich anwesenden Gäste, darunter Lokalpolitiker und Tourismusmitarbeiter, freuten sich sichtlich über die neuste Investition. Jürg Zürcher, Davoser «Sportminister», ging in einer kurzen Ansprache auf die Geschichte des Färich-Areals ein. Nach der Schliessung des TCS-Campingplatzes 2003 habe man das Areal kaum mehr genutzt. Auf Initiative der Davos Destinations-Organisation (DDO) habe man mit der Errichtung des Seilparks dem Ort neues Leben eingehaucht. Dem sei 2011 der Bikepark und 2016 die Dirtline gefolgt, um nur einige der Attraktionen zu nennen. Und nun könne man mit dem neuen, asphaltierten Pump Track eine weitere Attraktion in Betrieb nehmen. Doch auch das «Drumherum» ist wichtig, wie Zürcher ausführte: «Die unkomplizierte ‹Kurze-Hosen-und-T-Shirt-Atmosphäre› kommt bei vielen Einheimischen gut an». Am «Drumherum» beteiligt ist auch Thomas Gerster, der als Gastronom das «Chalet Velo» führt. Im Gespräch mit der DZ ist er sichtlich erfreut über die Neuerung in der Nähe seines Restaurants. «Der Pump Track ist eine grosse Bereicherung für Davos – das kann man nur befürworten. Es war zwar ein langer Weg bis hierhin, aber nun sind wir wieder am Puls der Zeit.»
Vergnügen für Einheimische und Gäste
Auch DDO-CEO Reto Branschi war die Freude ins Gesicht geschrieben: «Es ist eine riesige Freude, mitanzusehen, wie sich der Färich entwickelt hat». Als er in den Nullerjahren beim Verwaltungsrat der DDO – der Genossenschaft gehört das Land – mit der Idee eines Seilparkes kam, sei er auf Unterstützung gestossen. Happiger hingegen seien die Verhandlungen mit den Anstössern gewesen. Doch die Strategie der DDO sei klar: «Wir wollen das Dischmatal in Ruhe lassen und dafür das Flüela nutzen. Aufgrund der Passstrasse herrscht ohnehin bereits Betrieb in diesem Seitental.»
Nebst dem Pump Track nahm man am Mittwoch auch die asphaltierte Strasse sowie eine neue Miniramp und Curbs in Betrieb, die speziell von Skatern und Scooter-Fahrern benutzt werden können. Und zu guter Letzt wurde der «schwarze Parcours», eine erweiterte Linie des Seilparks, finalisiert. Damit steht eine sicherlich breite Palette an Angeboten zur Verfügung. Doch wäre da nicht noch mehr möglich? «Einige Ideen geistern noch herum, aber konkret haben wir noch keine Pläne», erklärt Branschi. «Unser Anspruch ist es immer, etwas zu schaffen, das in erster Linie dem Gast dient, aber auch von Einheimischen genutzt werden kann», ergänzt er. Und dieser Anspruch konnte mit den neusten Investitionen sicherlich erfüllt werden.
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