Vier Bündner und ihre Rettungshunde gehen in die Türkei und nach Syrien
von Anna Nüesch und Katharina Balzer
Gegen 7 Uhr am Montagmorgen habe Walter Caprez die Nachrichten vom Erdbeben in der Türkei und Syrien gehört. Caprez ist Präsident der Redog-Regionalgruppe Graubünden und somit zuständig für die Bündner Rettungshundeteams der Organisation. «Wenn wir von einem Erdbeben hören, gehen wir davon aus, dass ein Einsatz ansteht», erzählt Caprez gegenüber Radio Südostschweiz. «Natürlich hoffen wir, dass es nicht so schlimm ist. Trotzdem müssen wir immer damit rechnen, dass wir in den Einsatz können, dürfen oder müssen.» So auch an diesem Montagmorgen.
Schweizer Grossaufgebot
Redog, der Schweizerische Verein für Such- und Rettungshunde, hat laut Walter Caprez bereits wenige Stunden nach dem ersten Beben ein Grossaufgebot kommuniziert. 14 Hunde und 22 Leute seien auf dem Weg nach Kloten und dann in die betroffenen Gebiete. «Vier Leute und ihre Hunde aus Graubünden sind ebenfalls dabei», verrät Caprez.
Hilfe aus der Schweiz
Verschiedene Rettungsteams sind seit Montag unterwegs in die Türkei und nach Syrien. Die Humanitäre Hilfe des Bundes schickt laut einer Mitteilung eine Rettungskette mit rund 80 Expertinnen und Experten sowie acht Suchhunde in das Gebiet von Gaziantep im Süden der Türkei. Die Teams sind am Montagabend von Zürich in Richtung Türkei abgeflogen, heisst es.