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Eine Werft auf 2590 m.ü.M?

Andri
Dürst
05.09.22 - 12:46 Uhr
Schweiz und Welt
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Arbeiten mit Aussicht: Die Handwerker auf dem Gipfelhaben einen besonderen Job gefasst.

1958 wurde der Komplex erbaut, und heuer wird er umfassend saniert. Das Schiff ist somit in der Werkstatt – man kann also durchaus von einer temporären Werft auf dem Gipfel sprechen. Die Reederei, pardon, die Davos Klosters Bergbahnen (DKB), schreiben auf ihrer Homepage Folgendes zu den laufenden Arbeiten: «Bergstation, Berghostel sowie Restaurant: In nur einem Gebäude am Jakobshorn wird all das vereint. Der besondere Charakter des runden Gebäudes soll nach der Sanierung jedenfalls erhalten bleiben. Neben diversen grösseren Bauarbeiten wird sowohl im Inneren als auch aussen das Design erneuert.» Die Renovation auf 2590 Metern über dem Meeresspiegel sei eine grosse logistische Herausforderung. Konkret würden folgende Arbeiten ausgeführt: «Erneuerung der von der Witterung und den Jahren beeinträchtigten Fassade, Anpassungen am gesamten Bauwerk gemäss der bestehenden Richtlinien des Brandschutzes, Austausch der Fenster des Panorama-Restaurants sowie die Modifikation der Nasszellen des Berghostels». Ausserdem erhalte das Gebäude eine Fluchtleiter an der Westseite der Fassade, einen Kommandoraum und ein Zwischenlager fürGüter.

Bereits Ende Juni wurden die neuen Kabinen angeliefert.Wie die Gondeln ohne «Geschenkpapier» aussehen,das wollen die DKB noch nicht verraten.

Doch auch bei der Mittelstation entstehen interessante Sachen, wie es auf der DKB-Seite weiter heisst: «In Kombination mit der PV-Anlage an der Fassade der Talstation Jschalp soll eine Energiespeicheranlage (Batterie) entstehen.

Ein komplett eingerüstetes Gebäudeauf über 2500 m ü. M.: keine alltägliche Angelegenheit
Ein komplett eingerüstetes Gebäudeauf über 2500 m ü. M.: keine alltägliche Angelegenheit
Ein komplett eingerüstetes Gebäudeauf über 2500 m ü. M.: keine alltägliche Angelegenheit

Die frei werdende Bremsenergie der Pendelbahn und der überschüssige Strom der PV-Anlage werden darin gespeichert und für die nächste Bergfahrt eingesetzt. Bei diesem System zur Steigerung der Energie-Effizienz handelt es sich um ein Pilotprojekt der DKB, welches bei Erfolg weiter ausgebaut wird.» Wer ab dem kommenden Winter – die 2. Sektion bleibt diesen Sommer geschlossen – hoch zum Jakobshorn gondelt, den erwartet zudem eine erneuerte und optimierte Signaletik. Bei der Talstation Jschalp wird auch noch eine neue Hebebühne eingebaut, welche für Rollstuhlgänger den Zugang zur Bahn erleichtert. Das Ganze hat seinen Preis: Mit rund 8 Millionen Franken beziffern die DKB das Investitionsvolumen.

Wo Neues entsteht, muss Altes weichen:Bauschutt auf dem Vorplatz der Bergstation.
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