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Mit Trommeln und grellen Farben Aufmerksamkeit gewinnen

Mit Trommeln und grellen Farben Aufmerksamkeit gewinnen

Der Verein Wildtierschutz Schweiz hat in Chur mit einer Strassenaktion auf die Initiative «für eine naturverträgliche und ethische Jagd» aufmerksam gemacht. Der Verein steht hinter der Initiative.

Südostschweiz
vor 3 Wochen in
Ereignisse

Vor rund sieben Jahren hat der Verein Wildtierschutz Schweiz die Volksinitiative «für eine naturverträgliche und ethische Jagd» in Graubünden lanciert. Nun stimmt das Bündner Stimmvolk im Juni darüber ab. Am Samstag hat der Verein seinen Abstimmungskampf mit einer Strassenaktion gestartet.

 

 

Aufklären für ein Ja 

Begonnen hat die Strassenaktion mit einem Auftritt der Borumbaias, wie es in einer Mitteilung heisst. Die Musikerinnen und Musiker machten mit dem Klang ihrer Trommeln auf das Anliegen des Initiativkomitees aufmerksam. Zudem verteilten die Verantwortlichen während mehrerer Stunden unter anderem bunte Flyer, Postkarten und Ansteckpins und führten auch einige Gespräche.

«Wir möchten bewusst eine breite Bevölkerungsgruppe ansprechen und sie für den Wildtierschutz und ein Ja gewinnen», wird Marion Theus vom Initiativkomitee in der Mitteilung zitiert. «Dies geht nicht mit abschrecken, sondern mit aufklären.» Der Verein Wildtierschutz Schweiz, welcher hinter dem Initiativkomitee stehe, sehe dies auch als Auftrag, vermehrt Aufklärung zu betreiben.

 

Initiative mit neun Punkten

Ziel der Initiative sei, die Bündner Jagd für die Zukunft fit zu machen. Das Jagdgesetz, welches die Bündner Jagd reguliert, sei in den letzten 40 Jahren nur am Rande angepasst worden. Auf neue Entwicklungen wie Veränderungen in der Umwelt oder die Rückkehr des Wolfes sei wenig bis keine Rücksicht genommen worden, schreibt das Komitee weiter. Mit den neun Punkten der Initiative würden nun einige veraltete Jagdmethoden aufgegriffen und den heutigen Erkenntnissen in Sachen Tierschutz, Umwelt und Natur angepasst werden. Laut des Komitees wird die reguläre Bündner Hochjagd mit der Initiative nicht infrage gestellt. (paa)

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Leider ist Ihnen ,Herr Planta entgangen dass einige unserer Mitglieder sehr aktiv waren bei der Rehkitzsuche.Vor allem im Prättigau.Doch mussten wir leider feststellen dass Jäger da noch Aufholbedarf haben.Bei einem Vortrag über Rehkitzsuche im Restaurant Alpina in Schiers,waren genau 8 Personen anwesend,davon 3 Jungjäger die obligatorische Pflichtstunden vor der Jagdprüfung ablegten.Auch ist es bedenklich dass Jäger dann 3 Monate später auf der Hochjagd die geretteten Rehkitze während 3Tagen schiessen dürfen und während der Sonderjagd sogar Pflicht ist, Rehgeissen und ihre Jungen zu töten.In der Zeitschrift Bündner Jäger werden Rehkitze sogar als Delikatesse empfohlen.Rechnen Sie mal aus wieviel Hegestunden die Bündner Jägerinnen und Jäger im Jahr absolvieren.6000 Jäger mit ca.35000 Hegestunden.Da mache ich pro Woche mehr.