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Am Maiensäss-Unfall ist keine Drittperson schuld

Die Staatsanwaltschaft hat die Untersuchungen zur Abklärung des tödlichen Unfalls eines Schülers an der Maiensässfahrt abgeschlossen. Drittpersonen seien strafrechtlich nicht schuld am Unfall und auch andere Schüler hätten nicht direkt mit dem Absturz des Verunfallten zu tun.

Südostschweiz
Mittwoch, 25. März 2020, 12:09 Uhr Strafverfahren eingestellt
Hier kam es damals zum Unfall.
KANTONSPOLIZEI GRAUBÜNDEN

Rund zehn Monate nach dem tragischen Unfall an der Maiensässfahrt in Chur, bei dem ein 14-jähriger Schüler ums Leben gekommen war, hat die Staatsanwaltschaft Graubünden das Strafverfahren eingestellt. Es war unmittelbar nach dem Unfall eröffnet worden.

Während des Verfahrens sind laut Mitteilung zahlreiche Befragungen durchgeführt worden und das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals Graubünden hat die Leiche des Verunglückten untersucht. Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass keiner Drittperson ein strafrechtlich relevantes Verschulden am Tod des verunfallten Schülers nachgewiesen werden könne.

Auch Lehrer und Mitschüler trifft wohl keine Schuld

Ebenso fand man keine Hinweise dafür, dass andere Schüler vor dem Absturz auf den Verunfallten eingewirkt hätten - namentlich durch Stossen, Werfen von Gegenständen oder Erschrecken. Auch die verantwortlichen Lehrpersonen sind ihrer Aufsichts- oder anderer Pflichten nachgekommen, wie es heisst. Im Rahmen der Organisation des Anlasses, insbesondere bei der Wahl und Freigabe der Wanderroute, sei zudem die notwendige Sorgfalt angewendet worden. Auch war die Alpstrasse in gutem Zustand und ausreichend unterhalten.

Der Hintergrund:

Am 23. Mai des vergangenen Jahres stand für die Churer Schulkinder die traditionelle Maiensässfahrt an. 2800 Kinder der Stadtschule und der Kindergärten waren fast zwölf Stunden unterwegs. Ihr Ausflug wurde aber von einem tragischen Unglück überschattet. Ein 14-jähriger Schüler war mit seiner Klasse unterwegs, als er kurz vor 17 Uhr in der Kurve einer Waldstrasse rund 200 Meter über felsiges und steiles Gelände stürzte. Der Regaarzt konnte nur noch den Tod des Jungen feststellen. (so)

 

 

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