Die Hälfte der Wölfe ist schon wieder weg
Viele Jungwölfe wandern ab oder sterben. Dafür gibt es in Graubünden wohl ein neues Rudel.
Viele Jungwölfe wandern ab oder sterben. Dafür gibt es in Graubünden wohl ein neues Rudel.
Seit zwei Jahrzehnten werden DNA-Profile von Wölfen angelegt. Dabei zeigt sich: Die Hälfte der registrierten Wölfe ist nicht mehr im Kanton, wie eine Auswertung der «Südostschweiz» ergeben hat. Für Reinhard Schnidrig, oberster Wildhüter der Schweiz, ist dies nicht überraschend, sondern entspricht vielmehr den Erwartungen.
Viele Wölfe, wenig Risse
Zur Wolfsituation in Graubünden sagt Schnidrig: «Wir müssen davon ausgehen, dass sich ein zweites Rudel gebildet hat.» Und auch um den Nationalpark gebe es eine Wölfin, die vermutlich bald einen Partner finde. Schnidrig schätzt, dass es zurzeit rund ein halbes Dutzend paarungsbereite Weibchen auf Bündner Boden gebe.
Der Kanton sei sehr gut aufgestellt, urteilt Schnidrig: «Obschon in Graubünden am meisten Wölfe leben, gibt es am wenigsten Risse.»
Ursina Straub schreibt als Redaktorin der «Südostschweiz» für den Regionalteil der Zeitung und für Online. Ihre Themenschwerpunkte sind Landwirtschaft, Alp, Jagd, Grossraubtiere, Natur; zudem berichtet sie regelmässig aus dem Grossen Rat. Die gelernte Journalistin, diplomierte Landwirtin und Korrektorin EFA ist auch Leiterin Qualität. Mehr Infos
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.