×

Die Hälfte der Wölfe ist schon wieder weg

Viele Jungwölfe wandern ab oder sterben. Dafür gibt es in Graubünden wohl ein neues Rudel.

Ursina
Straub
24.11.18 - 04:30 Uhr
Ereignisse
Einer der Ersten: Der Surselva-Wolf blickt im August 2006 oberhalb von Pigniu in die Kamera.
Einer der Ersten: Der Surselva-Wolf blickt im August 2006 oberhalb von Pigniu in die Kamera.
PETER DETTLING

Seit zwei Jahrzehnten werden DNA-Profile von Wölfen angelegt. Dabei zeigt sich: Die Hälfte der registrierten Wölfe ist nicht mehr im Kanton, wie eine Auswertung der «Südostschweiz» ergeben hat. Für Reinhard Schnidrig, oberster Wildhüter der Schweiz, ist dies nicht überraschend, sondern entspricht vielmehr den Erwartungen.

Viele Wölfe, wenig Risse

Zur Wolfsituation in Graubünden sagt Schnidrig: «Wir müssen davon ausgehen, dass sich ein zweites Rudel gebildet hat.» Und auch um den Nationalpark gebe es eine Wölfin, die vermutlich bald einen Partner finde. Schnidrig schätzt, dass es zurzeit rund ein halbes Dutzend paarungsbereite Weibchen auf Bündner Boden gebe.

Der Kanton sei sehr gut aufgestellt, urteilt Schnidrig: «Obschon in Graubünden am meisten Wölfe leben, gibt es am wenigsten Risse.»

Ursina Straub schreibt als Redaktorin der «Südostschweiz» für den Regionalteil der Zeitung und für Online. Ihre Themenschwerpunkte sind Landwirtschaft, Alp, Jagd, Grossraubtiere, Natur; zudem berichtet sie regelmässig aus dem Grossen Rat. Die gelernte Journalistin, diplomierte Landwirtin und Korrektorin EFA ist auch Leiterin Qualität. Mehr Infos

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Ereignisse MEHR