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Mutmasslicher Täter von Sent in U-Haft

Das Zwangsmassnahmengericht hat im Fall Sent Untersuchungshaft bis längstens im Februar 2019 angeordnet. Der Beschuldigte steht unter dringendem Tatverdacht, eine versuchte vorsätzliche Tötung begangen zu haben.

Bernhard
Aebersold
Freitag, 09. November 2018, 17:01 Uhr Bis im Februar
Der Beschuldigte befindet sich aktuell in Untersuchungshaft.
ARCHIV

In welchem Bündner Untersuchungsgefängnis sich der mutmassliche Täter von Sent aufhält, will die Staatsanwaltschaft Graubünden nicht bekanntgeben. «Wir können mitteilen, dass das Zwangsmassnahmengericht eine maximale Untersuchungshaft bis längstens 4. Februar 2019 angeordnet hat», sagte Bruno Ulmi, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Graubünden, auf Anfrage.

Kollusionsgefahr vorhanden

Der Beschuldigte wird dringend verdächtigt, eine versuchte vorsätzliche Tötung begangen zu haben. «Als eigentlicher Haftgrund hat das Zwangsmassnahmengericht eine Kollusionsgefahr bejaht», so Ulmi weiter. Es bestehe also die Gefahr, dass sich der Beschuldigte mit weiteren Personen absprechen könnte und das wolle man mit der Untersuchungshaft verhindern. 

Zu den laufenden Untersuchungen könne die Staatsanwaltschaft keine weiteren Angaben machen, so Bruno Ulmi weiter.

Rückblende

In Sent ist am Montagmittag eine schwer verletzte Frau aufgefunden worden. Im Haus, in welchem die Frau verletzt worden war, brach ein Brand aus. Daraufhin konnte die Kantonspolizei Graubünden den Ehemann verhaften.

Offenbar kam es im Verlauf des Tages zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Ehepaar. Gemäss ersten Erkenntnissen verletzte der Mann seine Ehefrau mit einem Messer schwer. Darauf flüchtete sie auf die Strasse, wo sie von einer Drittperson betreut wurde. Beim 60-jährigen Tatverdächtigen handelt es sich um einen ehemaligen Mitarbeiter der Kantonspolizei Graubünden. Die 45-jährige Ehefrau ist mittlerweile ausser Lebensgefahr.

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