Überschwemmung kurz vor Ende der Renaturierung
Am Montag hat der überlaufende Bach Ovel da Staz in St. Moritz einen Schaden in Millionenhöhe angerichtet. Nun wurde klar: Der Bach wurde renaturiert – bis auf den letzten Teil. Die Gemeinde plant gerade Massnahmen gegen weitere Vorfälle.
Am Montag hat der überlaufende Bach Ovel da Staz in St. Moritz einen Schaden in Millionenhöhe angerichtet. Nun wurde klar: Der Bach wurde renaturiert – bis auf den letzten Teil. Die Gemeinde plant gerade Massnahmen gegen weitere Vorfälle.
Der Ovel da Staz überlief schon vor einigen Jahren einmal. «Inzwischen wurde der Flusslauf bis auf das letzte Teil renaturiert», sagte Sigi Asprion, Gemeindepräsident von St. Moritz, auf Anfrage von Radio Südostschweiz. Und weiter: Das ganze Wasser des Jahrhundertgewitters konnte der letzte Teil des Bachlaufs nicht mehr schlucken und so trat er über die Ufer.
Der vom Wasser entstandene Schaden wird laut Asprion nun wieder instand gestellt und anschliessend das letzte Stück renaturiert.
Über den Schaden konnte Asprion keine Angaben machen. «Es ist aber ein enormer Schaden entstanden. Einerseits am Bach und andererseits an den überfluteten Betrieben mit Inventar wie Autos oder Maschinen.
Am Montagabend hat der teilweise unterirdisch durch St. Moritz Bad fliessende Ovel da Staz ein Firmengelände und weitere Gebäude überflutet. Aus mehreren Schachtdeckeln trat Wasser aus. Das Firmengelände wurde stellenweise bis zu einen Meter hoch geflutet. Beim Abpumpen des Wassers erlitten sieben Personen Kohlenmonoxid-Vergiftungen.
Massnahmen eingeleitet
Da die Gemeinde St. Moritz mit weiteren Gewittern rechnet, sind nun Massnahmen gegen erneute Bachüberläufe getroffen worden. Die Feuerwehr und die Gemeindepolizei haben bereits in der Nacht des Unglücks erste Sofortmassnahmen eingeleitet und Erosionsstellen gesichert. Nun werde schnellstmöglich mit den Arbeiten am Bachbett und den unterirdischen Bachkanälen gestartet. Mit speziellen Saugbaggern soll der unterirdische Bachkanal von Schutt und Geröll befreit werden, damit das Wasser wieder normal abfliessen kann.
Da die Zufahrt zum Wohngebiet Surpunt weiterhin erschwert ist, dürfen Anwohner ihre Autos bis auf Weiteres kostenlos auf öffentlichen Parkplätzen abstellen.
Philipp Wyss ist Wirtschaftsredaktor der gemeinsamen Redaktion der Zeitung «Südostschweiz» und der Internetseite «suedostschweiz.ch». Mehr Infos

Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.