Die Stadt hat eine Idee für das Haus «Zur Kante»
Der Churer Stadtrat stellt das Verfahrensdossier zum historischen Masanser Haus zusammen. Diesem wird auch eine erste Skizze beiliegen.
Der Churer Stadtrat stellt das Verfahrensdossier zum historischen Masanser Haus zusammen. Diesem wird auch eine erste Skizze beiliegen.
Knapp drei Monate ist es her. Damals hatten sich Heimatschützer und Vertreter der Stadt Chur bei Wurst und Bier zum Dialog über das historische Haus «Zur Kante» getroffen. Auch die Bevölkerung durfte anlässlich des Tags der offenen Tür ihre Ideen und Gedanken zum historischen Gebäude einbringen. Die Stadt will das historische Gebäude abreissen, damit die Masanserstrasse dort verbreitert werden kann. Der Heimatschutz will das Gebäude erhalten.
Der Bündner Heimatschutz und die Stadt näherten sich an diesem Anlass vor drei Monaten an. «Es braucht eine breite Debatte, in der die unterschiedlichsten Meinungen Platz haben», sagte etwa der Churer Stadtpräsident Urs Marti. Seither ist es um das alte Haus an der Masanserstrasse still geworden. Bis jetzt. In die Sache kommt Bewegung.
Dossier in Arbeit
Für das Haus «Zur Kante» liegt der Stadt Chur seit Kurzem eine erste Idee zur künftigen Nutzung des umgebenden Gebiets vor, wie die «Südostschweiz am Wochenende» weiss. Zurzeit wartet der Heimatschutz auf eine Einladung der Stadt, um diese Idee gemeinsam zu besprechen. «Diesbezüglich hat bis heute noch kein Treffen stattgefunden. Wir stehen aber in Korrespondenz mit der Stadt», liess sich Heimatschutz-Präsident Christof Dietler gestern auf Anfrage einzig entlocken.
Stadtpräsident Marti betonte gestern, dass es sich bei der Idee lediglich um eine Skizze handle. Diese zeige, wie man das Gelände rund um das Haus «Zur Kante» künftig allenfalls nutzen könnte.
Zum Inhalt der städtischen Idee wollte sich Marti nicht näher äussern. Dafür sei es zu früh. «Wir beschäftigen uns zurzeit damit, wie man weiter vorgehen könnte.» Dies entspreche den im Juni getroffenen Vereinbarungen mit dem Bündner Heimatschutz. Man sei sich damals einig gewesen, ein Prüfungsverfahren mit der Eidgenössischen Kommission für Denkmalschutz (EKD) durchziehen zu wollen. Und für dieses Verfahren müsse die Stadt Chur ein Dossier einreichen, das Ideen zu einer möglichen künftigen Nutzung enthalte. Die jetzt vorhandene Skizze lässt dabei laut Marti viele Optionen zu. «Wir befinden uns in einem laufenden Verfahren und machen deshalb keinen Entwurf, der das Haus entweder abreisst oder stehen lässt. Es ist alles offen.»
Im Zentrum des Verfahrens mit der EKD steht laut Marti immer die Frage, ob das Haus «Zur Kante» abgerissen werden darf. Aufgrund der eingereichten Informationen und Ideen wird die EKD ein Gutachten erstellen. «Dieses Verfahren dürfte zwischen einem und zwei Jahren in Anspruch nehmen.»
Die Stadt hat noch Fragen
Jetzt, da eine erste Idee auf dem Tisch liegt, will die Stadt den Heimatschutz bald aktiv in das Unterfangen einbinden. Man wolle aber auch erfahren, wie ernst es diesem mit dem Erhalt des Hauses «Zur Kante» sei, sagte Marti. «Der Stadtrat will wissen, ob dieses Begehren wirklich konkret ist – oder ob es sich dabei lediglich um eine Art Hinweis handelt.» Einen Hinweis, dass man das Gebäude für erhaltenswert halte.
Letztlich geht es dabei aber auch um Geld. «Wir werden fragen, ob der Heimatschutz dazu bereit ist, die nötigen Gelder für den Erhalt aufzubringen», so Marti. Das Treffen könne frühestens Ende Oktober oder Anfang November stattfinden. «Wir sind momentan dabei, einen passenden Termin zu finden.»
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Ich hoffe diese Bruchbude…
Ich hoffe diese Bruchbude stürzt bald eiin!
Diese Romantiker vom Heimatschutz sollten sich auf ganz wenge schutzenswerte Objekte konzentrieren aber nicht auf solche Ruinen! Der Schandfleck von Chur!